Einzelmittel
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Einzelmittel

Homöopathische Einzelmittel gehören in die Hand eines ausgebildeten, erfahrenen homöopathischen Arztes. Denn das richtige zu finden ist gar nicht so einfach. Es bedarf einer genauen Analyse der Symptome, der körperlichen, der psychischen und der sozialen Befindlichkeit, also einer Anamnese.

Eine Ausnahme bilden jene Einzelmittel, die sich bei der Behandlung bestimmter Erkrankungen schon bewährt haben, die sogenannten „Bewährten Indikationen. Sie werden zur Anregung der körpereigenen Regulation eingesetzt: so etwa Aconitum napellus D30, Atropa bella-donna Bryonia oder Echinacea bei Grippalen Infekten, Fieber und Erkältungskrankheiten. Detaillierte Infos dazu finden Sie in der Arzneimitteldatenbank oder bei den „Bewährten Indikationen“.

 

Welche Arznei ist die richtige?

Doch wie kommt man zu der Erkenntnis, welche Arznei gegen welche Beschwerden hilft? Um das herauszufinden, wird eine sogenannte Arzneimittelprüfung durchgeführt. Das heißt, gesunde Personen nehmen das homöopathische Arzneimittel ein und beobachten genau, welche Symptome auftreten. Die Gesamtheit aller Symptome, die Kenntnisse aus der Toxikologie und die bestätigten Heilerfolge ergeben das Arzneimittelbild. Die Arzneimittelbilder sind in der Materia Medica zusammengefasst.

Die Anwendung am Kranken erfolgt nun nach dem Ähnlichkeitsprinzip (auch Simile-Regel). Der Homöopath sucht in den Arzneimittelbildern genau nach jenen Symptomen, Befindlichkeiten und charakterlichen Eigenschaften die der Patient/die Patientin aufweist. Heute wird er dabei von einem Computerprogramm unterstützt. Verabreicht wird die Arznei, die in ihrem Arzneimittelbild möglichst alle Symptome, Beschwerden und Charakteristika des Patienten/der Patientin beinhaltet.

 

Globuli & Co

Homöopathische Einzelmittel gibt es in unterschiedlichen Potenzen und Darreichungsformen – Globuli (Kügelchen), Tabletten und Tropfen (Dilutionen). Salben und Zäpfchen sind in der Einzelmittelhomöopathie eher selten anzutreffen.

Globuli: Die typische und bewährte Form homöopathischer Mittel. Kleine Kügelchen aus Rohrzucker, die mit dem homöopathischen Mittel imprägniert werden. Sie sind besonders bei Kindern sehr beliebt, nehmen wenig Platz weg und eignen sich gut für die Reiseapotheke

Tabletten: Hier wird als Grundsubstanz Milchzucker verwendet, Bei bestehender Millchzuckerallergie kann man die Tabletten auch in Wasser auflösen. Dann setzt sich der Milchzucker unten ab und nur das klare Wasser oberhalb wird getrunken.

Tropfen: Hier wird das homöopathische Mittel in Alkohol gelöst und verschüttelt. Die Tropfen enthalten meist 45-prozentigen Alkohol und sind daher ungünstig für Säuglinge, Kleinkinder und Alkoholkranke.


Bitte beachten: Bei Einnahme homöopathischer Arzneimittel können sich die vorhandenen
Beschwerden vorübergehend verschlimmern (Erstreaktion, Erstverschlimmerung). Das Arzneimittel ist dann nach Absprache mit der behandelnden Homöopathin bzw. dem Homöopathen abzusetzen. Nach Abklingen der Erstreaktion kann das Arzneimittel wieder eingenommen werden.
Jede längere Behandlung mit einem homöopathischen Arzneimittel sollte von einem homöopathisch erfahrenen Arzt kontrolliert werden, da bei nicht indizierter Einnahme unerwünschte Arzneimittel-Prüfsymptome (neue Symptome) auftreten können.

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