Homöopathie heute
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Homöopathie heute

Heute ist Homöopathie eine anerkannte Heilmethode. In Österreich dürfen nur speziell ausgebildete Ärztinnen und Ärzte Homöopathie als Therapieform anbieten. HomöopathInnen müssen eine schulmedizinische Ausbildung abgeschlossen haben und selbstständig als AllgemeinmedizinerIn oder als Fachärztin bzw. Facharzt tätig sein.

Wie wird man zum Homöopathen oder zur Homöopathin?

Die Spezialausbildung für das ÖAK-Diplom Komplementäre Medizin „Homöopathie“ dauert in Österreich mehrere Jahre und richtet sich an Ärztinnen und Ärzte sowie Medizinstudentinnen und -studenten im dritten Studienabschnitt. ZahnärztInnen ohne jus practicandi können kein ÖÄK-Diplom erlangen. An diese Grundausbildung schließen regelmäßige Fortbildungen an.
In Österreich kann die Ausbildung für das ÖAK-Diplom bei der ÖGHM (Österreichischen Gesellschaft für Homöopathie - www.homoeopathie.at) oder der Ärztegesellschaft für klassische Homöopathie (ÄKH – www.aekh.at) absolviert werden.
Aber auch in der Schweiz und in Deutschland gibt es anerkannte Homöopathie-Ausbildungen.

Wann ist die Therapie mit Homöopathie sinnvoll?

Homöopathie ist immer anwendbar, solange körpereigene Abwehrmechanismen vorhanden sind. Zerstörtes, wie beispielsweise ein gebrochener Knochen, oder Fehlendes kann durch die Homöopathie nicht ersetzt werden. Homöopathika sind gut verträglich und nebenwirkungsarm. Sie eignen sich dadurch größtenteils auch für die Behandlung von Schwangeren, stillenden Müttern und Kindern (nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt).

Anwendungsmöglichkeiten sind zum Beispiel:
  • Erkältungskrankheiten (Abwehrschwäche, Grippe, grippale Infekte, Fieber, Halsschmerzen, Husten, Bronchitis, Schnupfen)
  • Verletzungen (Entzündungen, Wunden, Verstauchungen, Verrenkungen, Prellungen, Muskelkater)
  • Magen- und Verdauungsstörungen (Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe, Übelkeit, Erbrechen, Kater)
  • Herz- und Kreislaufbeschwerden (Schwindel, Durchblutungsstörungen)
  • psychische Erkrankungen („Nervenleiden“, Unruhe, Nervosität, Erschöpfung, Stimmungsschwankungen)
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Frauenbeschwerden (Zyklusstörungen, Menstruationsbeschwerden/Regelschmerzen, Unterleibsschmerzen, Übelkeit, Wechselbeschwerden/Klimakterium)
  • Allergien (Heuschnupfen, Augenreizungen)
  • Haut (Insektenstiche, Ekzeme, Nesselausschläge, trockene, schuppige Haut, gereizte, gerötete und/oder juckende Haut
  • Augenerkrankungen (tränende oder trockene Augen, Fremdkörpergefühl)
  • Rheumatische Erkrankungen (Arthrose, Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen und alle anderen schmerzhaften Beschwerden im Bewegungsapparat)
  • Zahnschmerzen (Mundhygiene)


Auch für Kinder sind homöopathische Arzneimittel sehr gut geeignet etwa bei Fieber, Schnupfen, Halsschmerzen, Hautausschlägen, Ohrenschmerzen oder Übelkeit. Der kindliche Organismus ist zumeist noch nicht „blockiert“ und spricht daher schneller auf eine regulierende Therapie wie die Homöopathie an.

Ein Fall für den Fachmann

Die Behandlung chronischer Erkrankungen, wie Rheuma, entzündliche Darmerkrankungen, Gastritis, Bronchitis, Hauterkrankungen etc. gehört in die Hände eines erfahrenen Homöopathen. Oft gehen ihnen eine Immunschwäche oder seelische Belastungen voraus, die normalerweise mit dem individuellen Konstitutionsmittel behoben wird. Dieses Mittel stellt die Summe aller körperlichen und psychischen Eigenschaften des Menschen dar. Es bezieht sich direkt auf die Person, das Erscheinungsbild, den Charakter, die Eigenarten und die typischen Erkrankungen, an denen der Betroffene leidet. Mit Hilfe des Konstitutionsmittels ist es möglich, die Kräfte im Körper zu aktivieren, die er benötigt, um Krankheiten oder ererbte Anfälligkeiten zu überwinden. Es beeinflusst den Gesamtzustand des Menschen, stärkt das Immunsystem, hebt die Stimmung, bringt Körper, Seele und Psyche in harmonischen Einklang. Allerdings so individuell, wie der persönliche Fingerabdruck. Denn auch in der Homöopathie gilt die Regel: „Was dem einen hilft, kann dem anderen schaden.“

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