Herstellung
RSS FACEBOOK Twitter Weiterempfehlen

Die Herstellung

Herstellung homöopathischer Arzneimittel und deren Darreichungsformen sind streng nach dem Homöopathischen Arzneimittelbuch (HAB) geregelt. Diese sind für alle Hersteller verbindlich. Durch verschiedene Verfahren entstehen bei der Herstellung potenzierter Arzneimittel entweder Tropfen, Tabletten oder Streukügelchen (Globuli). Salben und Zäpchen gibt es zwar, sie sind in der Einzelmittelhomöopathie aber wenig gebräuchlich.
Manche Stoffe sind grundsätzlich giftig und können daher in konzentrierter Form starke Nebenwirkungen verursachen. Deshalb werden diese Ausgangsstoffe in der Homöopathie verdünnt und stufenweise verrieben bzw. verschüttelt. Dieser Verdünnungsvorgang wird in der Homöopathie Potenzierung (Dynamisierung) genannt.

Homöopathie - pflanzlich, mineralisch, tierisch gut!

Homöopathische Mittel werden aus pflanzlichen, mineralischen und tierischen Ausgangssubstanzen erzeugt, in manchen Fällen auch aus menschlichen oder tierischen Produkten. Sind diese Rohstoffe löslich, wird zunächst die Urtinktur hergestellt. Nicht-lösliche Ausgangssubstanzen werden verrieben und so in Pulverform gebracht. Dann wird die Urtinktur bzw. die Verreibung potenziert. Das heißt, sie wird schrittweise und in einem bestimmten Verhältnis verdünnt. Dies geschieht durch Verschüttelung oder Verreibung.

Verschüttelung

Bei der Verschüttelung wird ein Teil der Urtinktur mit einem Wasser-Alkohol-Gemisch im Verhältnis 1:10 (D-Potenz) bzw. 1:100 (C-Potenz) verschüttelt, es entstehen Tropfen in der Potenz D1 bzw. C1. Von diesen wird wieder ein Teil mit neun bzw. 99 Teilen des Lösungsmittels verschüttelt. Dieser Schritt wird bis zur gewünschten Potenz wiederholt. Die Potenzierung kann nach der Mehrglas-Methode, bei der für jede Verdünnung ein eigenes Gefäß benutzt wird, oder nach der Einglas-Methode (nach Korsakoff) im gleichen Gefäß erfolgen.
In qualitätsbewussten Betrieben, wie z.B. der DHU in Karlsruhe oder der Dr. Peithner KG in Wien, wird auch heute noch per Hand verschüttelt.

Verreibung

Analog zur Herstellung flüssiger Homöopathika wird hier ein Teil des Ausgangsstoffes mit neun Teilen (D-Potenz) bzw. 99 Teilen (C-Potenz) Milchzucker verrieben, um die Potenz D1 bzw. C1 zu erhalten. Diese wird wieder mit neun bzw. 99 Teilen Milchzucker verrieben und auch dieser Schritt wird wiederholt bis man die gewünschte Potenz erreicht hat. Aus Verreibungen werden Globuli oder Tabletten hergestellt.
Sind diese Substanzen erst verrieben, können sie jedoch auch in Alkohol gelöst und dann durch Verschüttelung weiter potenziert werden.

Globuli

Sie sind die bekannteste und auch beliebteste Form homöopathischer Arzneimittel. Hergestellt werden sie indem Zuckerkügelchen (Rohr- oder Rübenzucker) mit dem potenzierten flüssigen Arzneimittel imprägniert werden.

Tropfen

Tropfen oder Dilutionen sind die flüssige Form der homöopathischen Arznei. Wegen des Alkoholgehaltes sind sie für Kinder und Alkoholkranke nicht geeignet.

Tabletten

Die Milchzuckerverreibung einer Arznei wird zu Tabletten gepresst. Bei bestehender Laktoseintoleranz sind die Tabletten nicht zu empfehlen.

Das könnte Sie auch interessieren:

Ausgangssubstanzen

Einzelmittel

Lagerung

Lexikon



Suche

Ärztinnen & Ärzte Hebammen Bewährte Indikationen Arzneimittel
Sponsoren & Unterstützer Sponsoren & Unterstützer Sponsoren & Unterstützer Sponsoren & Unterstützer Sponsoren & Unterstützer Sponsoren & Unterstützer