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Typisch weiblich: Wenn die Hormone verrückt spielen

© David Laurens/PhotoAlto

 

Reizbarkeit, depressive Verstimmung, Unterleibskrämpfe vor der Regelblutung? Oder auch Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen im Wechsel? Frauen haben es nicht immer leicht – Homöopathie hilft!

 

Egal ob im gebärfähigen Alter oder während und nach dem Klimakterium – die Hormone beeinflussen Körper und Psyche einer Frau in unterschiedlichen Lebensphasen. Oft in Kombination mit massiven Beschwerden. Homöopathische Arzneien können helfen. Die Initiative „Homöopathie hilft!“ widmet sich diesen ganz speziellen Frauenfragen und gibt Tipps für Betroffene.

Die Tage vor den Tagen

Das prämenstruelle Syndrom (PMS) wird von unterschiedlichen körperlichen und psychischen Beschwerden begleitet und quält fast jede zweite Frau im deutschsprachigen Raum Monat für Monat. An den Tagen vor der Menstruation leiden viele Frauen unter geschwollenen, schmerzhaften Brüsten, Krämpfen, Wasseransammlungen im Gewebe, Hautproblemen, migräneartige Kopfschmerzen und Heißhungerattacken. Mit dem Einsetzen der Monatsblutung verschwinden die Beschwerden. Aber auch Stimmungsschwankungen gehören zu den Symptomen. „Chronische Überforderung verstärkt das PMS massiv. Deshalb gehören auch Lebensstilveränderungen zur Therapie“, weiß Dr. Michaela Zorzi, Ärztin für Allgemeinmedizin und Leiterin der homöopathische (Lehr-) Ambulanz an der geburtshilflich-gynäkologischen Abteilung des Krankenhauses Hietzing, und erklärt weiter: „Zur Behandlung von PMS verordne ich je nach Symptomen und Individualität der Frau homöopathische Arzneien wie Folliculinum, Lachesis muta,  Pulsatilla pratensis, Sepia officinalis, Natrium chloratum oder  Strychnos nux-vomica.

Homöopathie bei Wechselbeschwerden

Progesteron (Gelbkörperhormon) ist das Hormon der weiblichen Seele, ein Mangel kann Traurigkeit, Lustlosigkeit und depressive Verstimmungen auslösen. Aber auch Wasserstau im Gewebe, Venenschmerzen und Gewichts- und Verdauungsprobleme. Nach dem 50. Geburtstag manifestiert sich zumeist ein Östrogen-Defizit, erkennbar an dem völligen Ausbleiben der Menstruation. Leitsymptom des Östrogenmangels sind Hitzewallungen. In weiterer Folge kommt es häufig zu Müdigkeit, Depressionen oder einem Nachlassen der Libido. Die Hormonersatztherapie (HRT) ist in den vergangenen Jahren stark ins Kreuzfeuer geraten. Grund dafür war die Veröffentlichung einer englischen Studie, in der die Hormontherapie im Klimakterium als Ursache für Brustkrebs mitverantwortlich gemacht wurde. Aus diesem Grund suchen viele Frauen nach alternativen Möglichkeiten: Neben Entspannungsmethoden wie Yoga und Pilates, Ausdauersport und gesunder Ernährung, bietet die Homöopathie eine ganze Palette an hilfreichen Arzneien. „Im Wechsel und in der Menopause besonders bewährt haben sich Lachesis muta, Sulfur, Cimicifuga racemosa, Lilium lancifolium – früher Lilium tigrinum,  Sepia officinalis und Sanguinaria canadensis“, rät Dr. Michaela Zorzi.


Was hilft? Die wichtigsten Arzneimittel im Überblick:


Lachesis muta: Ein bewährtes Mittel bei PMS oder Wechselbeschwerden. Die Betroffenen sind sehr berührungsempfindlich, ertragen keinerlei Engegefühl, wie beispielsweise enganliegende Kleidung und leiden an Hitzewallungen und starker Neigung zu Schweißausbrüchen.

Lilium lancifolium gilt als typisches Frauenmittel, da es nicht nur gegen Menstruations-, sondern auch gegen Wechselbeschwerden wirkt. Die typische Patientin neigt rasch zu Schuldgefühlen, hat eine starke Ambivalenz zwischen versteckten sexuellen Wünschen und Anpassung an Normen, ist daher häufig reizbar, hitzköpfig, hektisch, dabei manchmal ziellos und weinerlich. Vor allem Herzbeschwerden mit Rhythmusstörungen plagen die Frauen.

Pulsatilla pratensis schafft Abhilfe bei starken Unterleibskrämpfen, Verdauungsbeschwerden (Übelkeit, Erbrechen, Unverträglichkeit fettreicher Nahrungsmittel) bis hin zu gestauten Venen und Krampfadern sowohl bei PMS als auch in der Menopause. Weitere typische Symptome sind schnell wechselnde körperliche und psychische Symptome wie Stimmungsschwankungen mit Weinerlichkeit.

Sepia officinalis kann bei vielen Beschwerden im Zusammenhang mit Störungen des hormonellen Gleichgewichts Abhilfe schaffen. Typische Symptome sind Hautprobleme, Müdigkeit, Lustlosigkeit, stechende Kopfschmerzen und Schwindel. Die Betroffenen sind oftmals gereizt, fühlen sich überfordert und ziehen sich zurück. Weitere wichtige Leitsymptome sind Hitzewallungen mit Schweißausbrüchen und anschließendes Frösteln und starkes Schwitzen trotz kalter Hände und Füße.

Bei Unsicherheiten welches Einzelmittel nun das richtige ist, können auch Komplexmittel angewendet werden. Sie bestehen aus mehreren Einzelmitteln wie zum Beispiel Hormeel® bei Störungen des Hormonhaushaltes, Mulimen®-Tropfen zur Linderung von Menstruationsbeschwerden und Stimmungsschwankungen oder Klimaktoplant® zur Behandlung von Beschwerden der Wechseljahre wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Herzklopfen, Schwindel, Juckreiz im Bereich der Scheide, innere Unruhe, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen.
Generell gilt: Es gibt für alle Beschwerden eine Lösung. Bei schwerwiegenden und über längere Zeit bestehenden Beschwerden empfiehlt sich der Besuch eines Arztes oder einer Ärztin für Homöopathie, um das richtige Mittel zu finden.

Weitere Infos und Arzneimittel im kommenden Frühjahrs-Newsletter der Initiative „Homöopathie hilft!“  (anmelden unter: www.homoeopathiehilft.at):
Die Internet-Plattform www.homoeopathiehilft.at bietet ein umfangreiches Service rund um das Thema Homöopathie. Eine Arzneimitteldatenbank zu bewährten Indikationen, Adressen von ÄrztInnen und homöopathischen Ambulanzen in ganz Österreich sowie einen Veranstaltungskalender finden sich auf der Website. Fachlich wird die Initiative „Homöopathie hilft!“ von einem Fachbeirat begleitet, dem MedizinerInnen unterschiedlicher Fachbereiche und ApothekerInnen angehören.

Fotohinweis: © David Laurens/PhotoAlto

 

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