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Aus der Apotheke - Frauentag spezial

Die Tage vor den Tagen (PMS)

von Mag. pharm. Sabine Lexer

Die Tage vor den Tagen ©David Laurens/PhotoAlto


Aus der Apotheke: Reizbarkeit? Depressive Verstimmung? Unterleibskrämpfe, die einige Tage vor dem Einsetzen der Monatsblutung auftreten und mit dem Einsetzen der Regelblutung wieder abklingen? Das prämenstruelle Syndrom (PMS) wird von unterschiedlichen körperlichen und psychischen Beschwerden begleitet und quält fast jede 2. Frau im deutschsprachigen Raum Monat für Monat. Homöopathische Arzneien können die Beschwerden lindern.

Die Tage vor der Menstruation erleben viele Frauen als sehr belastend. Sie leiden häufig unter geschwollenen, schmerzhaften Brüsten, Krämpfen, Wasseransammlungen im Gewebe, Hautproblemen, migräneartige Kopfschmerzen und Heißhungerattacken. Auch Stimmungsschwankungen gehören zu den Symptomen des sogenannten prämenstruellen Syndroms (PMS) und führen zu Gereiztheit, Überforderungsgefühlen und Antriebsschwäche. Mit dem Einsetzen der Monatsblutung verschwinden die Beschwerden schlagartig.
Bei der homöopathischen Anamnese ermittelt die Ärztin/der Arzt neben den Eigenschaften der Beschwerden, Vorlieben, Abneigungen und Charaktereigenschaften der Patientin, auch deren Lebensumstände. Chronische Überforderung zum Beispiel verstärkt das PMS massiv. Schwierige Lebensumstände, familiäre Belastungen können krank machen. Auch das Annehmen der eigenen Weiblichkeit ist oft ein Thema.

Lebensstil & Homöopathie
Somit gehören auch Lebensstilveränderungen zur Therapie: Gesunde Ernährung, Sport, stressausgleichende Entspannungstechniken können ebenso helfen, wie homöopathische Arzneien. Zum Einsatz kommen unter anderem Pulsatilla pratensis, Lachesis muta , Lilium lancifolium (früher Lilium tigrinum), Chamaelirium luteum (früher: Helonias dioica), Sepia officinalis und Strychnos nux-vomica. Bei schwerwiegenden und über längere Zeit bestehenden Beschwerden empfiehlt sich der Besuch eines Homöopathen, damit er in einer ausführlichen Anamnese das richtige Mittel finden kann.

Hier ein Überblick:


Pulsatilla pratensis schafft Abhilfe bei starken Unterleibskrämpfen, Übelkeit und Erbrechen. Mal ist die Blutung stark, dann wieder schwach. Weitere typische Symptome sind Blässe, Durstlosigkeit und Stimmungsschwankungen in Richtung Weinerlichkeit.

Bei verspäteter Menstruation sowie schmerzhafter Blutung kann Caulophyllum thalictroides helfen. Weitere Symptome, die für den Einsatz von Caulophyllum sprechen, sind Schwellungen und anfallsartige Schmerzen der kleinen Finger und Zehengelenke, oftmals auch verbunden mit Gelenksknacksen und Steifigkeit der Gelenke.

Leidet die Betroffene kurz vor und während der Periode unter Schwindel, Übelkeit sowie schmerzhaft geschwollenen Brüsten und im Laufe der Periode dann unter dunkler, klumpiger Blutung so ist häufig Cyclamen purpurascens das Mittel der Wahl.

Typisches Leitsymptom für den Einsatz von Cimicifuga racemosa ist der starke Wechsel von körperlichen und psychischen Beschwerden bei den Betroffenen. Die Periode ist unregelmäßig und während der Menstruation kommt es zu starken krampfartigen Schmerzen sowie zu Stimmungsschwankungen.

Ebenso ein sehr bewährtes Mittel bei PMS ist Lachesis muta. Üblicherweise treten die Beschwerden linksseitig und vor allem morgens auf. Die Betroffenen sind sehr berührungsempfindlich und ertragen keinerlei Engegefühl, wie beispielsweise eng anliegende Kleidung. Die körperlichen und psychischen Symptome wie Reizbarkeit verschwinden schlagartig mit Einsetzen der Blutung.

Auch Lilium lancifolium (früher Lilium tigrinum) wird bei hormonell bedingten Beschwerden wie eben Menstruationsbeschwerden und PMS eingesetzt. Bei Gemütszuständen wie Schwermut, Depression, Melancholie, aber auch bei innerer Unruhe, wirkt es ausgleichend. Weitere wichtige Leitsymptome können besonders dunkles, klebriges Blut während der Menstruation und das sogenannte "bearing-down-Gefühl", also das nach unten Drängen der Beckenorgane sein.

Chamaelirium luteum (früher Helonias diocia) wirkt besonders unterstützend bei Schwäche während der Regel und stärkt die Betroffenen bei Erschöpfungs- und Verstimmungszuständen.

Sepia officinalis kann bei sämtlichen Beschwerden im Zusammenhang mit Störungen des hormonellen Gleichgewichts Abhilfe schaffen. Typische Symptome sind Hautprobleme, stechende Kopfschmerzen und Schwindel. Die Betroffenen sind oftmals gereizt, fühlen sich überfordert und ziehen sich zurück.

Strychnos nux-vomica lindert Beschwerden im Bereich Magen-Darm-Leber und wird auch bei einer frühen oder zu starken Periode in Verbindung mit Bauchkrämpfen erfolgreich eingesetzt.

Bei Unsicherheiten welches homöopathische Einzelmittel nun das richtige ist, können auch Komplexmittel angewendet werden. Sie bestehen aus mehreren Einzelmitteln und werden in der Homöopathie indikationsbezogen eingesetzt. Das Komplexmittel Hormeel® wird beispielsweise bei Störungen des Hormonhaushaltes im Sinne einer Mangelfunktion mit Auswirkungen auf den Menstruationszyklus eingesetzt. Die Tropfen regulieren in erster Linie den Zyklus und lindern die aus den Störungen resultierenden Beschwerden.

Ebenso hilfreich sind Mulimen®-Tropfen. Das Komplexmittel ist bei Patientinnen jeden Alters empfehlenswert und lindert Menstruationsbeschwerden sowie psychische Begleiterscheinungen wie Stimmungsschwankungen, schlechte Laune, Depressionen.

Mag. pharm. Sabine Lexer
Mag. pharm. Sabine Lexer leitet die St. Anna Apotheke in Wien Meidling. Sie ist Spezialistin zum Thema Bachblütentherapie und Homöopathie und organisiert laufend Vorträge zu interessanten Gesundheitsthemen. Seit Jänner dieses Jahres ist sie Obfrau des Vereins Initiative "Homöopathie hilft!"

Fotocredit: ©David Laurens/PhotoAlto

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