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Klassische Homöopathie - Frauentag spezial

Im Wechsel der Zeit – gesund und fit durch die besten Jahre

von Dr. Michaela Zorzi

Wenn die Hormone verrückt spielen ©David Laurens/PhotoAlto


Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen? Begleitet von Herzklopfen, depressiven Verstimmungen und Kopfschmerzen? – Das Klimakterium wirkt sich bei vielen Frauen äußerst unangenehm aus. Die Homöopathie hilft.


Die Phase zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr der Frau, in der die Tätigkeit der Eierstöcke erlischt und die Menstruation aufhört, wird als Wechsel oder Klimakterium bezeichnet. Gefolgt von der Menopause, die nach der letzten Regelblutung beginnt und bis ins hohe Alter dauert. Wie die Pubertät oder Schwangerschaft handelt es sich hier nicht um eine Krankheit, sondern um eine Lebensphase, die allerdings von starkem Hormonabfall geprägt ist.

Gemüt in Wallung
Zuerst, meist schon weit vor dem 50. Geburtstag, nimmt das Gelbkörperhormon (Progesteron) ab. Progesteron ist das Hormon der weiblichen Seele, ein Mangel kann Traurigkeit, Lustlosigkeit und depressive Verstimmungen auslösen.  Aber auch Wasserstau im Gewebe, Venenschmerzen und Gewichts- und Verdauungsprobleme. Nach dem 50. Geburtstag manifestiert sich dann in der Regel das Östrogen-Defizit, erkennbar an dem völligen Ausbleiben der Menstruation. Bleibt sie länger als ein Jahr aus, ist die Menopause erreicht. Leitsymptom des Östrogenmangelzustands sind die berüchtigten Hitzewallungen, die unangemeldet über den weiblichen Körper hereinbrechen. In weiterer Folge kommt es zum Androgenmangel: Müdigkeit, Depressionen, ein starkes Nachlassen der Libido machen sind bemerkbar. Außerdem wächst der Körperfettanteil auf Kosten der Muskulatur.

Homöopathie hilft!
Lange Zeit galten Hormone als optimale Therapie. Allerdings ist die Hormonersatztherapie (HRT) in den vergangenen Jahren stark ins Kreuzfeuer geraten. Zahlreiche Frauen leben in Angst, an Brustkrebs zu erkranken. Grund dafür war die Veröffentlichung einer englischen Studie, in der die Hormontherapie im Klimakterium als Ursache für Brustkrebs mitverantwortlich gemacht wurde.
Aus diesem Grund suchen viele Frauen nach alternativen Möglichkeiten: Neben Entspannungsmethoden wie Yoga und Pilates, Ausdauersport und gesunder Ernährung, bietet die Homöopathie den betroffenen Frauen eine ganze Palette an hilfreichen Arzneien, mit denen sie ihre individuellen Symptome wie Schlafstörungen, Hitzewellen, Zyklusstörungen, Stimmungsschwankungen etc. bekämpfen können.
Homöopathische Arzneien, die sich besonders bewährt haben, sind Lachesis muta, Sulfur, Cimicifuga racemosa, Lilium lancifolium (früher Lilium tigrinum), Sepia officinalis, Pulsatilla pratensis und Sanguinaria canadensis.

Lachesis muta ist ein wirksames Mittel bei aufsteigenden Hitzewallungen und starker Neigung zu Schweißausbrüchen. Große Hitzeempfindlichkeit mit Kopfschmerzen, Herzklopfen und eine Unverträglichkeit von Alkohol sind ebenso typisch wie Stimmungsschwankungen, Eifersucht und ein vermehrtes Verlangen nach Sexualität.

Fällt die Patientin durch ein rotes Gesicht, vor allem im Wangenbereich auf oder leidet sie unter brennendem, heißen Hand-, Kopf- und Fußschweiß, dann kommt Sanguinaria canadensis zum Einsatz. Dieses Mittel lindert die von Übelkeit begleiteten oft rechtsseitigen Kopfschmerzen und hilft bei Überempfindlichkeit gegenüber Geräuschen und Licht, mit der Frauen in der Menopause oftmals zu kämpfen haben.

Auch Lilium lancifolium gilt in der Homöopathie als typisches Frauenmittel, da es nicht nur gegen Menstruations-, sondern auch gegen Wechseljahrbeschwerden wirkt. Die typische Patientin neigt rasch zu Schuldgefühlen , hat eine starke Ambivalenz zwischen versteckten sexuellen Wünschen und Anpassung an Normen, ist daher häufig reizbar, hitzköpfig, hektisch, dabei manchmal ziellos und weinerlich. Vor allem Herzbeschwerden mit Rhythmusstörungen plagen die Frauen.

Ein weiteres wichtiges Mittel gegen Beschwerden in der Menopause ist Pulsatilla. Empfohlen wird es vor allem bei schnell wechselnden körperlichen und psychischen Symptomen. Diese reichen von Verdauungsbeschwerden und einer Unverträglichkeit fettreicher Nahrungsmittel bis hin zu gestauten Venen und Krampfadern. Die Betroffenen sind meist weinerlich und launisch, oft anhänglich und trostbedürftig und ertragen keinen Aufenthalt in warmen, stickigen Räumen.

Ebenso wirksam bei Wechseljahrbeschwerden ist Sepia officinalis. Sehr bedacht auf Unabhängigkeit und Gerechtigkeit und einem starken Bedürfnis nach Bewegung leiden die Betroffenen unter Erschöpfungszuständen, andauernder Müdigkeit und Lustlosigkeit. Aber auch bei Kopfschmerzen mit Übelkeit und Verstopfung ist Sepia ein hilfreiches Mittel. Weitere wichtige Leitsymptome sind Hitzewallungen mit Schweißausbrüchen und anschließendes Frösteln und starkes Schwitzen trotz kalter Hände und Füße.

Das Komplexmittel Klimaktoplant® eignet sich zur Behandlung sämtlicher Beschwerden der Wechseljahre wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Herzklopfen, Schwindel, Juckreiz im Bereich der Scheide, innere Unruhe, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen. Da die Tabletten sehr gut verträglich sind, können sie über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, weswegen sie speziell für die in den Wechseljahren notwendige Langzeitbehandlung geeignet sind.

Generell gilt: Es gibt für alle Beschwerden eine Lösung. Falls die hier genannten Mittel nicht den gewünschten Erfolg bringen, empfiehlt sich die Konsultation einer/s erfahrenen Homöopathen/in. Sie/er ist durch eine ausführliche Anamnese in der Lage, die komplexen Zusammenhänge im Organismus zu erfassen und die Patientin ganzheitlich zu heilen.

Dr. Michaela Zorzi
Dr. Michaela Zorzi ist Allgemeinmedizinerin und Homöopathin in Wien. Seit 1996 leitet sie außerdem die homöopathische (Lehr-) Ambulanz an der geburtshilflich-gynäkologischen Abteilung des KH Hietzing (Prof. Dr. Sevelda). Als Lehrbeauftragte der Österreichischen Gesellschaft für Homöopathische Medizin (ÖGHM) fungiert sie seit dem Jahr 2000 und seit 2007 ist sie Lektorin für Homöopathie in der Geburtshilfe und Gynäkologie an der Medizinischen Universität Wien. Zu ihren Behandlungsschwerpunkten zählen die Schwangeren- und Kinderbetreuung, Frauen im Klimakterium sowie die Begleitung von Krebspatientinnen.

Fotocredit: ©David Laurens/PhotoAlto

 

 

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