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Homöopathie saisonal

Getrübte Ferien

von Claudia Maurer

Sonnen am Strand © Initiative "Homöopathie hilft!"

 

Sommer, Sonne, Sonnenbrand? Im Urlaub kann es häufig zu gesundheitlichen Problemen kommen, die durch veränderte klimatische Bedingungen, zu viel Sonne oder auch durch Urlaubsbekanntschaft mit der fremden Flora und Fauna ausgelöst werden können.


Zuviel Sonne?

Bei allem ZU VIEL reagiert der Körper in seiner ihm eigenen Weise: So verursacht zu viel Sonne auf der Haut Sonnenbrand mit schmerzhafter Rötung – dann wird die Arznei Atropa bella-donna, die Tollkirsche benötigt. Alles an Belladonna ist rot, heiß und brennt wie Feuer! Weitere Symptome: heftige Kopfschmerzen mit Blutandrang zum Kopf, Ruhelosigkeit, Schwindel, schneller Puls. Bewegung und Erschütterung verschlechtern die Beschwerden.


In schweren Fällen, können nicht nur Rötung, sondern sogar Verbrennungsblasen auf der Haut entstehen - dann wird Ihnen Lytta vesicatoria (früher Cantharis; Spanische Fliege), helfen. Zusätzliche Anzeichen, dass Lytta vesicatoria das richtige Arzneimittel ist, sind ein starkes Brennen auf der Haut, sie ist sehr berührungsempfindlich und kalte Umschläge bessern vorübergehend.

Nehmen Sie die genannten Arzneien in der Potenz D 12 in Ihre Urlaubsapotheke auf und bei Bedarf täglich 3 x 5 Globuli in den ersten schlimmen Tagen ein.

Zu viel Hitze?
Gelsemium sempervirens, der gelbe Jasmin, eignet sich für Beschwerden wie Benommenheit, Schwäche, Schwindel, Zittern und langsamer Puls nach dem Aufenthalt in der Sonne, in der Hitze. Im Gegensatz zu Belladonna, das durch Unruhe, Hastigkeit und ärgerliche Stimmung gekennzeichnet ist, reagieren Personen die Gelsemium benötigen langsam, schläfrig bis apathisch.
Was ist noch auffällig? Schwindel bei plötzlicher Kopfbewegung und beim Gehen Betroffene sind sehr lichtempfindlich und können die Augen kaum offen halten. Bei Kopfschmerzen haben sie auch das Gefühl, als ob ein enges Band um den Kopf gebunden wäre oder  als ob der Kopf zu groß sei.

Veratrum album (Weißer Germer) ist oft das Mittel der Wahl bei einem Kreislaufkollaps.  Betroffene werden plötzlich „leichenblass“ mit bläulichen Lippen, die Haut wird eiskalt und klamm. Weitere deutliche Symptome sind kalter Schweiß, Frieren und Zittern. Gelindert werden die Beschwerden durch Zudecken, Warmhalten. Schwindel beim Aufstehen, Bücken oder Aufrichten und Übelkeit bis zum Erbrechen können begleitend auftreten.

Blass/bläuliches Gesicht? Kalter Schweiß, große Schwäche? Dann ist vielleicht Carbo vegetabilis (Holzkohle) angezeigt! Neben der ungesunden Gesichtsfarbe, kalter Haut und kaltem Schweiß steht bei dieser Arznei vor allem die große Schwäche und das Verlangen nach kalter, frischer Luft, die am Besten direkt zugefächelt wird, im Vordergrund (im Gegensatz zu Veratrum, bei dem Wärme die Beschwerden lindert). Im stickigen Zimmer geht es Betroffenen deutlich schlechter. Sie haben auch Durst auf eiskalte Getränke.
In beiden Fällen sollte auch ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Potenz der genannten Arzneien: D 12 3x/Tag 5 Globuli oder D 30, 5 Globuli in einem Glas Wasser aufgelöst und davon viertelstündlich einen Schluck trinken, bis sich die Beschwerden gebessert haben.

Tipp
Achten Sie an heißen Tagen unbedingt auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr – am besten Wasser! – und leichte Kost.
Oben beschriebene fünf Arzneien sollten in Ihrer Reiseapotheke nicht fehlen.

Gefahr aus dem Meer
Eine Abkühlung im Meer kann leider auch zum Alptraum werden. Dann nämlich, wenn man beim Schwimmen in Kontakt mit Nesseltieren, wie z.B. Quallen kommt. Oft sind es nur einzelne Tentakel, die im Wasser treiben oder an den Strand gespült werden, die einem die Urlaubslaune verderben. Beim Kontakt mit den Nesseln entstehen Hautläsionen, die stark brennende, streifen- oder quaddelförmige Eruptionen hinterlassen. Meist verschwinden die Verletzungen nach einigen Tagen. Gefährlicher ist der Kontakt mit Feuerkorallen oder Seeanemonen, die bei Tauchern mitunter lebensbedrohliche Verletzungen verursachen können. Auch der Kontakt mit bestimmten Quallenarten wie z.B. der Würfelqualle oder der portugiesischen Galeere kann lebensbedrohliche Folgen haben. Dann ist sofort ein Arzt aufzusuchen.


Erste Hilfe bei Quallenkontakt
Weiß man, dass man in einem Quallengebiet baden geht, empfiehlt es sich vorbeugend spezielle Hautschutzmittel aufzutragen, die im Fall des Falles die Giftfreisetzungskaskade unterbinden. Haben Sie dennoch mit einem Meerestier Bekanntschaft gemacht, sollten noch auf der Haut haftende Nesselfäden vorsichtig mit Sand abgerieben und mit Meerwasser, eventuell auch Essig, nachgespült werden. Ist die Sache damit nicht erledigt und kommen Symptome wie brennende Schmerzen oder Blasenbildung zum Vorschein, können unter anderem die homöopathischen Einzelmittel Urtica urens (Kleine Brennnessel) – wenn sich die Haut wie nach Kontakt mit Brennnesseln anfühlt – oder Lytta vesicatoria (früher: Cantharis, Spanische Fliege) – wenn sich neben stark brennenden Schmerzen auch Blasen auf der Haut bilden – eingesetzt werden, um die Beschwerden zu lindern.


Stich- und Bissverletzungen?
Auf Reisen kann man mit einer Vielzahl von Insekten, Spinnen und anderen Gliederfüßlern Kontakt schließen, die gefährliche Krankheiten übertragen können (wie z.B. Malaria, Dengue-Fieber) oder sie direkt zu verursachen (z.B. Krätze). Hier ist es wichtig vor Reiseantritt eine Reisemedizinische Beratung einzuholen.


Reist man in weniger gefährliche Gebiete, hilft oft auch eine einfache Hausapotheke, um Insektenstiche oder Spinnenbisse zu verarzten. In diese Apotheke sollten auch die wichtigsten homöopathischen Einzel- und Komplexmittel eingepackt werden. Welches Insekt den Stich oder Biss verursacht hat, ist für den Laien oft nur schwer zu erkennen. Die meisten Insektenstiche sind nicht gefährlich. Sie verursachen zwar Juckreiz, verschwinden aber meist nach einigen Tagen. Die Rötung, kommt zustande, weil das Insekt Substanzen in die Wunde gespritzt hat. Hier empfiehlt es sich den Stich zu desinfizieren und vor Schmutz zu schützen. Steckt der Stachel noch in der Haut, so ist er vorsichtig mit einer Pinzette oder mit dem Fingernagel zu entfernen. Keinesfalls sollte versucht werden ihn hinauszudrücken, da dadurch das Insektengift noch mehr verbreitet wird. Die beiden wichtigsten Arzneien, die sich bei Insektenstichen bewährt haben, sind: Apis mellifica (Biene) - Insektenstiche, die ähnlich einem Bienenstich verlaufen: stechende, brennende Schmerzen, blassrot geschwollene, sehr berührungsempfindliche Hautstelle; die verletzte Stelle fühlt sich heiß an und kalte Auflagen bessern – und Ledum palustre (Sumpfporst) – die Stichverletzung ist wenig geschwollen und bläulich verfärbt; die verletzte Stelle fühlt sich kalt an und kann stark jucken; auch in diesem Fall bessern kalte Umschläge.

Hautkontakt mit fremden Pflanzen?
Je ferner das Reiseziel, desto exotischer die Pflanzenwelt. Oft unbemerkbar kommt unsere Haut in Kontakt mit fremden Blumen und Sträuchern, die Folge sind mitunter Rötungen, mit Sekret gefüllte Bläschen und juckende Ekzeme, ähnlich einer allergischen Reaktion sein. Auch hier können homöopathische Einzel- und Komplexmittel helfen, den Schmerz zu lindern und die Schwellung schneller abheilen zu lassen. Ist ein juckender, stichelnder roter Ausschläg, ähnlich wie nach Brennnesselkontakt, die Folge, dann ist Urtica urens (Kleine Brennnessel) die passende Arznei. Ist die Hautstelle blassrot und wie gespannt, sehr berührungsempfindlich und brennt heftig, dann kann Apis mellifica (Biene) helfen. Wie bei allen Apis-Erkrankungen bessern kalte Umschläge auch in diesem Fall die Beschwerden. Sieht die betroffene Hautpartie genauso aus – rot, heiß, pochende, brennende Schmerzen -, aber kalte Umschläge verschlechtern die Beschwerden, dann ist Atropa bella-donna (Tollkirsche) zu wählen.
Nähere Informationen zu den genannten homöopathischen Einzelmitteln finden Sie auch auf www.homoeopathiehilft.at.

Homöopathische Komplexmittel, die ebenfalls helfen können, die Folgen von Insektenstichen und Pflanzenbekanntschaften zu lindern sind:


Apis-Homaccord®-Tropfen
bei Schwellungen infolge von Wassereinlagerung (Ödeme) sowie knötchen- und blasenförmige Veränderungen der Haut, wie sie beispielsweise von Insektenstichen hervorgerufen werden

Calendumed®-Salbe
bei oberflächlichen Wunden
bei leichten Verbrennungen, wie z.B. bei Sonnenbrand oder
bei leichten oberflächlichen Erfrierungen.

Halicar®-Salbe
zur Behandlung von entzündlichen und juckenden Hauterkrankungen, wie z.B. Ekzemen, durch Insektenstiche ausgelöste Hautausschläge, Juckreiz oder Nesselausschlag
Halicar ist kortisonfrei

Rubisan®-Salbe
zur Behandlung trockener Hautausschläge

Claudia Maurer
Claudia Maurer ist Heilpraktikerin nach deutschem Recht mit Zusatzausbildung in Klassischer Homöopathie. Da die homöopathische Behandlung in Österreich ÄrztInnen vorbehalten ist, hat sie sich der Information von interessierten Personen zugewendet. Als Obfrau bzw. seit Jänner stellvertretende Obfrau des Vereins Initiative „Homöopathie hilft!“ (früher: VHG) organisiert sie seit nunmehr 6 Jahren Informationsveranstaltungen in ganz Österreich und gibt die Vereinszeitschrift „Bulletin“ heraus. Claudia Maurer ist auch Initiatorin der Initiative „Homöopathie hilft!“. Ihre Informationstätigkeit übt sie ehrenamtlich aus.



Fotocredit: © Initiative "Homöopathie hilft!"

 

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