Newsletter
RSS FACEBOOK Twitter Weiterempfehlen

Klassische Homöopathie

Schwanger im Sommer

von Dr.  Ilse Fleck- Vaclavik

Schwangere mit Tochter © Kitty - Fotolia.com


In Schweiß gebadet, mit schweren Beinen und kurzen Atem quälen sich viele Schwangere durch den Sommer. Für sie ist die Hitze nicht leicht zu ertragen.

Der Körper wird während einer Schwangerschaft durch das warme Wetter stärker beansprucht, Herz und Kreislauf haben eine höhere Belastung als bei kühlem Wetter. Deshalb ist es wichtig auf gewisse Regeln besonders zu achten. Im Folgenden Tipps, die Schwangere im Sommer beherzigen können, um sich auch in der Hitze wohl zu fühlen und fit zu bleiben.

Anziehen statt ausziehen
… lautet das Motto gegen die lästigen Schweißperlen auf der Haut. Nicht umsonst ist die Farbe der Wüstenmode weiß. In lockeren, hellen Gewändern aus Seide oder Baumwolle lässt sich die Hitze um einiges besser verkraften, als wenn die Sonne direkt auf die Haut brennt. Helle Kleidung reflektiert die Sonnenstrahlen, schützt somit den Körper besser gegen die Hitze, als braune Haut oder gar dunkle Kleidung. Letztere absorbiert die Strahlung und leitet sie daher direkt auf die Haut. Es entsteht ein Wärmestau, besonders, wenn die Kleidung hauteng und obendrein aus Synthetik ist. Außer Seide und Baumwolle sind höchstens Mikrofasern zu empfehlen, die den Schweiß – wie auch beim Sport – nach außen leiten.


In Seide gehüllt
Seide ist als tierische Eiweißfaser besonders hautverträglich. Da Seide gleich gut gegen Wärme und Kälte isoliert, kühlt sie im Sommer und wärmt im Winter. Schweiß wird durch Seide neutralisiert. Sie nimmt bis zu 30 Prozent ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit auf.


Im heißen Auto kühlt ein Lammfell
Lammfell ist ein Naturprodukt, das im Winter wärmt und im Sommer kühlt! Besonders angenehm für Autositze und Lenkräder, die sich ansonsten enorm aufheizen. 

Den Geruchssinn stimulieren
Räucherstäbchen Sandelholz verbreiten einen kräftig-holzigen, reinigenden Duft, der im Sommer kühlend, geistig stimulierend und klärend auf die Atmosphäre wirkt.

Pflanzen für die Haut
Extrakte aus der Aloe-Vera-Pflanze beinhalten spezielle Wirkstoffe, die gereizte Haut beruhigen, entspannen und den Feuchtigkeitsverlust ausgleichen. Daher sind sie die ideale Ergänzung nach einem langen Sonnentag. Besonders effektiv: Calendumed-Salbe bei Sonnenbrand. Es lindert Schmerzen, kühlt, wirkt antibakteriell und entzündungshemmend.

Kühlende Nahrungsmittel
Ananas, Kiwi & Gurkensalat kühlen den Organismus. In der Traditionellen Chinesischen Küche werden die Nahrungsmittel unter anderem nach ihrer thermischen Wirkung geordnet. Joghurt, Tomaten, Ananas, Kirschen, Gurkensalat und Wasser helfen zum Beispiel unserem Organismus, die Hitze besser zu verkraften.

Viel Wasser trinken
Schwangere sollten mindestens zwei Liter, besser drei Liter Wasser, ungesüßten Tee (grüner Tee oder Früchtetee) oder mit Wasser aufgespritzte Fruchtsäfte trinken.

Die Beine

…im Sitzen immer hochlagern. Dabei ist es wichtig dies nicht zu steil zu machen, damit das Wasser sich nicht in der Leiste staut.
… mit kühlem Wasser abduschen. Dabei ist es wichtig die Beine von unten nach oben abzuduschen und nicht umgekehrt. Oder in kalten Wasser in der Badewanne Wassertreten à la Kneipp. Das wirkt erfrischend auf den ganzen Körper.
…nach dem Duschen noch nass einölen, z.B. mit Rosmarinöl oder Zitronenöl. Diese Öle erfrischen die Beine zusätzlich. Die Bewegung sollte beim Einölen ebenfalls von unten nach oben erfolgen.
…unterstützen. Wer zu Besenreißer oder Krampfadern neigt, sollte sich vom Frauenarzt Stützstrümpfe verschreiben lassen. Die sind zwar bei Hitze ganz schön unangenehm, aber trotzdem sinnvoll.

Im Schatten bleiben
Eine Schwangere soll sich immer im Schatten aufhalten. Direkte Sonne ist sowohl für die Haut, als auch für den Kreislauf gefährlich.

Schwangerschaftsprobleme homöopathisch lösen
Zu den typischen Beschwerden der Schwangerschaft zählen zum Beispiel Übelkeit, Sodbrennen, Rückenschmerzen und Schlafstörungen. Sie können mit homöopathischen Arzneien  sehr gut und nebenwirkungsfrei behandelt werden.


Hier eine Übersicht der häufigsten Beschwerden in der Schwangerschaft und deren Behandlungsmöglichkeiten:


Übelkeit
In der ersten Phase der Schwangerschaft kämpfen viele werdende Mütter mit Übelkeit. Häufig verordnete Arzneien gegen diese Beschwerden sind Sepia officinalis (Tintenfisch) oder Colchicum autumnale (Herbstzeitlose) – beide Arzneien unterstützen bei der extremen Geruchsempfindlichkeit, wobei Colchicum dem Kältegefühl im Magen gegensteuert, Sepia die Morgenübelkeit verbessert. Weiters kommen Strychnos nux vomica (Brechnuss) und Nicotiana tabacum (Tabak) zum Einsatz – beide wohlbekannt auch bei Magen- und Darmbeschwerden außerhalb der Schwangerschaft. Wer in der Schwangerschaft auffällig blass um die Nasenspitze ist und sich totenelend fühlt, sollte zu Tabacum greifen. Nux vomica verbessert die morgendliche Übelkeit, wenn sie in Kombination mit Magenschmerzen auftritt.


Schlafprobleme
Nicht selten treten in der Schwangerschaft Schlafprobleme auf. Wer wegen seiner kreisenden Gedanken stundenlang keinen Schlaf findet, kommt mit Coffea cruda (ungeröstete Kaffeebohnen) in die Ruhephase. Behindern Einschlafprobleme bzw. häufiges Erwachen in der Nacht den gesunden Schlaf, begleitet von Tagesmüdigkeit, hat die Stunde von Phosphorus (gelber Phosphor) geschlagen. Ebenso ist Aconitum napellus (Eisenhut) eine oft gebrauchte Arznei. Aconitum eignet sich besonders für Menschen, die aufgrund von Ängsten nachts, vor allem gegen Mitternacht, nicht schlafen können.


Rückenschmerzen
In den späteren Phasen der Schwangerschaft treten immer wieder auch Rückenschmerzen auf. Hier haben sich wiederum Sepia und Kalium carbonicum (Kaliumcarbonat) als hilfreich erwiesen. Wer sich schwach im Rücken fühlt und stark schwitzt, benötigt Kalium als Stütze, bei hartem Druckgefühl ist Sepia angezeigt.

 

Sodbrennen
Sodbrennen kann wirkungsvoll mit Nux vomica behandelt werden.


Weitere hilfreiche Arzneien:
Arnica D 3: zu Geburtsbeginn, soll Komplikationen vorbeugen, bei übermäßig starken Wehen.
Belladonna D 3: übermäßig starken Wehen, Krampfwehen, Schwangere lehnt jede Berührung ab, hat hochroten Kopf, schwitzt meist am ganzen Körper, wirkt gereizt und ärgerlich.
Chamomilla D 4: unerträgliche Schmerzen, übermäßig starke Wehen.
Gelsenium D 4: Erwartungsangst, bei sehr straffem Muttermund, Hauptmittel in der Eröffnung.
Pulsatilla D 4: zu schwache Wehen, zur Geburtseinleitung, Schwangere kann nicht loslassen.
Kalium Carbonicum D 4: Wehen hören auf, Wehen erfolglos und schmerzhaft, Schmerz im Rückenbereich, Frau braucht festen Druck und Massage.

Dr. Ilse Fleck-Vaclavik, Ärztin für Allgemeinmedizin und Homöopathie in Perchtoldsdorf
Ihre Ganzheitsmedizinische Praxis „Kraft des Heilens“ führt sie gemeinsam mit ihrem Mann, Dr. Christian Fleck, der das Gebiet der Zahnmedizin abdeckt.
Ihr Hauptanliegen ist die Behandlung ihrer Patienten aus ganzheitlicher Sicht. Ziel: Durch Erfassung der den Erkrankungen zugrunde liegenden Ursachen, bei ihren Patienten eine grundlegende Umstimmung im Organismus zu erzielen. „Denn nur wer den ganzen Menschen sieht, wird letztendlich das höchste Ziel der Medizin erreichen: tiefgreifende Heilung.“
www.kraftdesheilens.at


Fotocredit: © Kitty - Fotolia.com

 

Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen? Sie möchten unseren Newsletter regelmäßig erhalten?
Dann am besten gleich hier für unseren nächsten Newsletter anmelden (4x/Jahr)

 

Zurück zur Übersicht

Suche

Ärztinnen & Ärzte Hebammen Bewährte Indikationen Arzneimittel
Sponsoren & Unterstützer Sponsoren & Unterstützer Sponsoren & Unterstützer Sponsoren & Unterstützer Sponsoren & Unterstützer Sponsoren & Unterstützer