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Klassische Homöopathie

Wenn Zahnschmerzen die Weihnachtsfreude verderben

von Dr. Eva-Maria Höller

Mädchen nascht Weihnachtsgebäck © fritzi braun - Fotolia.com

 
Weihnachten 2013. In der Nacht von Heilig Abend auf den 1. Feiertag steht der sechsjährige Viktor weinend vor Mamas Bett. „Mein Zahn tut so weh!“ Meldet sich ein neuer Zahn und will den Milchzahn verdrängen? Oder hat Viktor ein Loch im Zahn? Egal, welche Ursache die Schmerzen haben, schnelle Hilfe ist gefragt! Die homöopathische Hausapotheke macht’s möglich.


Apfel, Nuss und Mandelkern, ja, aber auch Schokolade, Kekse und Christstollen stehen in jeder Familie zur Weihnachtszeit zum Naschen bereit. Sie alle beinhalten Zucker und schaden letztendlich den Zähnen. Und zwar egal, ob sie Haushaltszucker, braunen Zucker, Rohzucker, Trauben- oder Fruchtzucker enthalten. Er greift zwar nicht eigenständig Zahn- und Zahnschmelz an, aber dient als Nahrung für die Kariesbakterien, die ihn verspeisen, verdauen und als Endprodukt Säure ausscheiden, die unsere Zähne angreift. Nach jedem Zuckerkonsum wird der Zahn an der Oberfläche aufgelöst, und es dauert zirka eine Stunde, bis die herausgelösten Mineralstoffe wieder in den Zahn eingebaut werden. Daher ist es besonders schädlich, Zuckerl oder zuckerhaltige Lebensmitteln in kleinen Dosen über den Tag verteilt zu konsumieren. Dem Zahn fehlt dann die Zeit, sich zu remineralisieren. Aus zahnmedizinischer Sicht besser, einmal pro Tag eine süße Jause einzuplanen und dann den restlichen Tag auf Süßigkeiten zu verzichten!


Anfänglich tut Karies gar nicht weh.
Erst, wenn die Zahnfäule bereits das empfindliche Zahnmark erreicht hat, beginnt der Zahn schmerzhaft zu pochen. Jetzt verstärkt der Konsum zuckerhaltiger Lebensmittel die Schmerzen. Auch Reize, ausgelöst zum Beispiel durch heiße oder kalte Getränke, lösen schmerzhafte Empfindungen aus. Meistens lassen die Schmerzen nach, wenn längere Zeit nichts gegessen oder getrunken wird. Fünf Kugeln Atropa bella-donna (Tollkirsche) C30 helfen, wenn der Zahn pocht und klopft, das Zahnfleisch rot und geschwollen ist. Wenn aber die Region um den entzündeten Zahn auch deutlich wärme- und druckempfindlich ist, zum Beispiel das Trinken von Tee die Schmerzen verstärkt, hilft Chamomilla recutita C30 (Kamille). Das ist auch eine der wichtigsten Arzneien bei zahnenden Kleinkindern bzw. bei Kindern, die die zweiten Zähne erwarten. Chamomilla-Kinder fallen durch deutliche Launenhaftigkeit auf und spüren die Schmerzen häufig in der Nacht.
So hat auch Viktors Mutter durch die Gabe von fünf Globuli Chamomilla für eine ruhige, schmerzfreie Nacht gesorgt…

Wenn sich der Weisheitszahn meldet…

Zahnungsbeschwerden können natürlich auch bei jungen Erwachsenen auftreten. Und zwar, wenn die Weisheitszähne durchbrechen. Auch hier kann Chamomilla helfen.

Zahnarztnotdienst zu Weihnachten?
Ist eine Füllung herausgefallen oder ein Stück Zahn abgebrochen, ohne dass Schmerzen
auftreten, ist meist keine Gefahr im Verzug. Speisereste, die sich in der Lücke festsetzen, können mittels Zahnseide entfernt werden. Es reicht, sich einen Zahnarzttermin nach den Feiertagen auszumachen, um den Zahn mit einer neuen Füllung ausstatten zu lassen. Auch das kann mit Schmerzen einhergehen. Zahnschmerzen, die nach Zahnbehandlungen auftreten, sollten mit Staphisagria (Stephanskraut) behandelt werden. Sollte nach einer Zahnbehandlung eine Empfindlichkeit des ganzen Zahns zurückbleiben, so empfiehlt sich Hypericum perforatum C30 (Johanniskraut), das immer dann zum Einsatz kommt, wenn Nervenschmerzen auftreten.
Etwa eine Stunde nach einer Zahnextraktionen ein Muss, um Komplikationen zu vermeiden: drei Tage Arnica montana C30, einmal täglich.

Etwa 70 ZahnärztInnen haben in ganz Österreich ein Zahnärztekammerdiplom für Komplementärverfahren erworben. Eine Liste kann beim Zahnärztlichen Interessenverband angefordert werden (E-Mail: office@ziv.at).

Dr. Eva-Maria Höller

MR Dr. Eva-Maria Höller ist Zahnärztin und Kieferorthopädin in Wien. Zu ihren Schwerpunkten zählen komplementärmedizinische Verfahren wie zum Beispiel Homöopathie und Akupunktur, mit denen sie sich seit 1993 intensiv auseinandersetzt. Neben ihrer ärztlichen Tätigkeit leitet Dr. Höller die ARGE Ganzheitliche Zahnheilkunde im Zahnärztlichen Interessensverband (ZIV).
Weiters ist sie Referentin für Komplementärverfahren in der Zahnheilkunde bei der Wiener Landeszahnärztekammer. Außerdem ist sie Diplombeauftragte für das Diplom Komplementärverfahren in der Zahnheilkunde der Österreichischen Zahnärztekammer.

Fotocredits: Mädchen nascht Weihnachtsgebäck © fritzi braun - Fotolia.com

 

 

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