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Tag der Homöopathie 2015

Homöopathische Hilfe bei Problemen im Verdauungstrakt

© Sebastian Kaulitzki - Fotolia.com

Die Hälfte aller Österreicher nutzte im Jahr 2014 homöopathische Arzneimittel, wie eine aktuelle GfK-Studie (1) zeigt. „59 Prozent der Befragten gaben an, dass sie großes Vertrauen in die Homöopathie setzen.  71 Prozent sind der Meinung, dass homöopathische Arzneimittel gut wirksam sind“, so Mag. pharm. Martin Peithner, MBA, Geschäftsführer der Dr. Peithner KG und Vorsitzender des Fachausschusses OTC, Homöopathie und Phytopharmaka bei der Pharmig.
Zu den Hauptanwendungsgebieten zählen traditionell Erkältungskrankheiten, geschwächtes Immunsystem und Unruhezustände. Aufholbedarf besteht bei Problemen im Magen-Darm-Bereich, denn auch hier bieten homöopathische Arzneien Hilfe sowohl für akute als auch für chronische Beschwerdebilder.

Homöopathie in den Bundesländern
Spitzenreiter bei der Homöopathienutzung sind die Kärntner mit 60 Prozent, gefolgt von den Salzburgern (55 Prozent), den Oberösterreichern (51 Prozent) und den Niederösterreichern
(50 Prozent). Im guten Mittelfeld liegen Wien und die Steiermark: Jeweils 49 Prozent verwenden in diesen Bundesländern homöopathische Arzneimittel. Während die Nutzung in der Bundeshauptstadt gegenüber der Studie aus dem Jahr 2012 um 4 Prozent zulegte, haben die Steirer mit einem Minus von 8 Prozent den höchsten Anwenderschwund zu verzeichnen. In Vorarlberg und Tirol nutzen
48 bzw. 47 Prozent homöopathische Arzneimittel. Das Schlusslicht bildet das Burgenland mit
46 Prozent. Allerdings entdecken immer mehr Burgenländer die Heilkraft der Homöopathie. Mit einem Plus von 10 Prozent verzeichnen sie die höchste Zuwachsrate (siehe Infografik).

Ganzheitliche Betrachtung des Menschen
„Die homöopathische Medizin konzentriert sich nicht ausschließlich auf ein einzelnes erkranktes Organ, sondern betrachtet den Menschen in seiner Gesamtheit mit allen individuellen körperlichen, seelischen und mentalen Zuständen bzw. Problemen“, erläutert Dr. Erfried Pichler, Arzt für Allgemeinmedizin und Homöopathie in Klagenfurt und Wien, Leiter der komplementärmedizinischen Ambulanz der Kinderonkologie Klagenfurt und Präsident der ÖGHM. Die Arzneiwahl orientiert sich wesentlich an den Befindlichkeiten, Vorlieben und Abneigungen des Patienten. Ein aufgetretenes organisches Problem wird dabei quasi „mitbehandelt“.

Bewährte Arzneien bei Magen-Darm-Problemen
Zur Behandlung akuter Magen-Darm-Beschwerden stehen laut Dr. Pichler v.a. Nux vomica (Brechnuss), Pulsatilla pratensis (Kuh- oder Küchenschelle), Colocynthis (Bittergurke) und Acidum arsenicosum (auch Arsenicum album genannt) im Vordergrund. Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen besitzen Mercurius solubilis (Quecksilber), Acidum nitricum (Salpetersäure) und Acidum arsenicosum einen hohen Stellenwert.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten
In den letzten Jahren werden immer häufiger Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Laktose-Fruktose- oder Histaminintoleranz diagnostiziert. Als mögliche Ursache wird ein Zusammenhang mit der begleitenden Einnahme von Säurehemmern als Magenschutz bei Schmerztherapien diskutiert. Mithilfe der Homöopathie kann auch bei diesen chronischen Leiden, in vielen Fällen Besserung, ja sogar Heilung erreicht werden, wie Dr. Gloria Kozel, Ärztin für Allgemeinmedizin und Homöopathie in Graz berichtet: „Die Patienten können bald wieder alles essen – und zwar meist bereits nach nur wenigen Wochen oder Monaten.“

Verdauungssystem und Psyche
„Das Verdauungssystem gilt in der Homöopathie als ein Zentralorgan zur Verarbeitung von Emotionen“, betont Dr. Wolfgang Jezek, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, Arzt für Homöopathie in Wien. Je größer diese sind, desto stärker reagieren Magen und Darm mit – umso mehr, wenn es sich um unterdrückte Gefühle handelt. Die Zusammenhänge zwischen Verdauung und Gefühlen sind im Volksverständnis offenkundig und spiegeln sich in vielen Redewendungen wider, zum Beispiel: „Das liegt mir im Magen“, „Das ist wie ein Schlag in die Magengrube“, „Das ist zum Speiben“.
Bei Beschwerden im Verdauungssystem – insbesondere chronischer Natur – legt die Homöopathie daher ein besonderes Augenmerk auf psychische Aspekte. „Grundsätzlich bewirken homöopathische Arzneien oft, dass verdrängte oder verborgene Gefühle wieder hervorkommen und ausgedrückt werden können, z.B. durch Wut oder Weinen“, so Dr. Jezek. „Dadurch lassen sich die auslösenden Ereignisse besser bewältigen.“ Als Beispiele für bewährte Mittel bei Magen-Darm-Problemen mit psychischen Hintergründen nennt der Experte Nux vomica, Lycopodium, Phosphor und Ignatia.

Homöopathie wirkt – in Praxis und Theorie
Wie die aktuelle GfK-Studie zeigt, genießt die Homöopathie hohe Beliebtheit und Vertrauen – völlig zu Recht, wie Univ. Prof. Dr. Michael Frass, Facharzt für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin in Wien argumentiert: „Die gute Wirksamkeit ist subjektiv wahrnehmbar und auch in großen systematischen Reviews und Metaanalysen bewiesen.“ (2-5) Vielen Skeptikern, welche die Homöopathie ungeachtet der guten Datenlage weiterhin diskreditieren wollen, fehle es laut Prof. Frass „an einer naturwissenschaftlichen, geschweige denn medizinischen Ausbildung und ausreichendem Wissen zur Homöopathie“. Fazit des Experten: „Ideologische Herangehensweisen sind bei der Bewertung einer medizinischen Methode wenig hilfreich. Zahlreiche große Untersuchungen mit insgesamt tausenden Patienten belegen den Nutzen der Homöopathie. Um ihre Wirksamkeit für sich selbst beurteilen zu können, ist es am besten, sie persönlich auszuprobieren.“

Tag der Homöopathie 2015 am 15. April
Anlässlich des Tages der Homöopathie lädt die Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin (ÖGHM) in Kooperation mit der Initiative „Homöopathie hilft!“ zum kostenlosen Vortragsabend am Mittwoch, 15. April 2015, 18-20.30 Uhr, ins Don Bosco Haus (1130 Wien, St. Veit-Gasse 25) zum Thema „Wenn Magen & Darm rebellieren – homöopathische Hilfe bei gastrointestinalen Problemen“.
Anmeldung telefonisch oder per SMS an 0664/425 00 54 oder per E-Mail an initiative@homoeopathiehilft.at.
Weitere Infos: www.homoeopathie.at und www.homoeopathiehilft.at

Tag der Homöopathie, Akupunktur & Co 2015 für Tiere am 7. Mai
Kostenloser Vortragsabend am Donnerstag, 7. Mai 2015, 17-21 Uhr, in der Veterinärmedizinischen Universität Wien, Hörsaal A (1210 Wien, Veterinärplatz 1) für Tierliebhaber, Tierhalter, Studenten, Tierärzte und alle, die sich für komplementäre Behandlungsmethoden interessieren. Außerdem erwarten die Besucher Infostände, ein Biobuffet und ein Gewinnspiel. Der Eintritt ist frei.
Infos: www.oegvh.at

Literatur:
(1)    GfK Austria: Homöopathie in Österreich, 2015, Grundgesamtheit 2.000 Personen ab 15 Jahren, repräsentativ für die österreichische Bevölkerung; Auftraggeber: Dr. Peithner KG.
(2)    Klejnen J, et al. Clinical trials of homoeopathy. Br Med J 1991;302:316–323.
(3)    Linde K, et al. Are the clinical effects of homoeopathy placebo effects? A meta-analysis of placebo-controlled trials. Lancet 1997;350: 834–843.
(4)    Mathie RT et al. Randomised placebo-controlled trials of individualised homeopathic treatment: systematic review and meta-analysis. Systematic Reviews 2014;3:142.
(5)    Hahn RG. Homeopathy: Meta-Analyses of Pooled Clinical Data. Forschende Komplementärmedizin 2013;20:376-381.

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