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Aus der Apotheke

Kein gutes Bauchgefühl – akute Magen-Darm-Erkrankungen

von Mag. pharm. Sabine Lexer

Reizend auf dem WC ©gesunderdarm.at

 
Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Blähungen – akute Magen-Darm-Beschwerden sind häufige Leiden in unserer zivilisierten Welt, die meistens stillschweigend von den Betroffenen hingenommen werden und – leider auch – ohne eventuelle falsche Gewohnheiten zu überdenken.



Ständige Hektik im Alltag, falsche Ernährung

(Verdorbenes oder auch zu viel Fett, Zucker, Brot, Alkohol, Kaffee und zu wenig Wasser, Gemüse und Obst), akute Infekte, übermäßiger Medikamentenkonsum (wie z.B. Magenschutz und Schmerzmittel) oder auch zu wenig Bewegung – es gibt zahlreiche Ursachen, die Magen-Darm-Erkrankungen auslösen. Die gute Nachricht: Die Homöopathie bietet für jede Situation mehrere Mittel zur Linderung und Heilung an. Treten die Beschwerden wiederholt auf oder dauern sie mehr als drei Tage an, sollte jedoch unbedingt ein Arzt aufgesucht und vor allem der eigene Lebenstil überdacht werden.

Bei akuten Beschwerden gilt es generell, ein bis zwei Tage zu fasten, nur leichte, fettarme Kost zu sich zu nehmen und viel stilles Wasser oder Tee zu trinken sowie Verzicht auf Kaffee, Alkohol, kohlensäure- oder zuckerhältige Getränke. Eine akute Gastritis wird in der konventionellen Therapie zumeist zusätzlich mit Magensäurehemmern sowie krampflösenden oder verdauungsfördernden – chemischen oder pflanzlichen – Mitteln behandelt. Durchfall ist eine natürliche Reaktion des Körpers – eine Reinigung von Giftstoffen. Daher sollte, wenn möglich anfangs auf Mittel, die den Durchfall stoppen, verzichtet werden. Anschließend ist es ratsam die Darmflora mit Probiotika wieder aufzubauen.
Bei jeglicher Art von Magen-Darm-Beschwerden stehen uns auch eine Vielzahl geeigneter Mittel aus der homöopathischen Apotheke zur Verfügung:

Homöopathische Arzneien bei akuten Magen-Darm-Beschwerden

Zur Behandlung akuter Magen-Darm-Beschwerden stehen unter anderem folgende Einzelmittel im Vordergrund: Strychnos nux-vomica (Brechnuss), Pulsatilla pratensis (Kuh- oder Küchenschelle), Colocynthis (Bittergurke) und Acidum arsenicosum (auch Arsenicum album genannt). Sie werden üblicherweise als C30-Potenz einmal oder gegebenenfalls nach einer halben Stunde nochmals eingenommen.

Bauchschmerzen, Kopfweh, Übelkeit und Erbrechen

Strychnos nux-vomica bewährt sich insbesondere bei Beschwerden wie krampfartigen Bauchschmerzen, Kopfweh, Übelkeit und Erbrechen, die am Morgen auftreten, wenn am Vorabend zu viel gefeiert wurde. Typisch für Nux-vomica-Menschen ist, dass sie dabei sehr reizbar sind und in Ruhe gelassen werden wollen. Sie empfinden die Zufuhr von Wärme (z.B. Tee) als angenehm.

Kolikartige Bauchschmerzen

Colocynthis eignet sich vor allem bei krampfartigen, heftigen kolikartigen Bauchschmerzen, deren Auslöser häufig eine belastende, mit großem, unterdrücktem Ärger verbundene Umweltsituation ist. Die Beschwerden bessern sich durch Druck und Zusammenkrümmen in Seitenlage.
Außerdem kann Atropa belladonna D 12 bei plötzlich einsetzenden Koliken, die wellenartig verlaufen und von Übelkeit und Erbrechen begleitet werden, hilfreich sein.

Magendrücken und Übelkeit

Pulsatilla pratensis hilft vor allem bei Übelkeit, Magendrücken oder -schmerzen, die nach reichlichem Konsum fetter Speisen oder auch fettreicher Eiscreme (z.B. Vanille oder Schokolade) auftreten. Typisch für diese Patienten ist, dass ihnen Bewegung im Freien und frische Luft Erleichterung verschaffen.

Erbrechen und Durchfall durch Lebensmittelvergiftung

Acidum arsenicosum bewährt sich besonders bei Beschwerden, die auf den Verzehr verdorbener Speisen zurückzuführen sind. Im Akutzustand kann es zu plötzlichem, heftigem Erbrechen und Durchfall kommen. Typische Begleitsymptome sind brennende Schmerzen, große Unruhe und oft auch ängstliche Zustände. Meistens kommt es nachts zu einer Verschlechterung. Bewegung und Wärmezufuhr werden von dem Patienten als angenehm wahrgenommen.

Aufstoßen und Blähungen

Bei einem Blähbauch und unangenehmem Aufstoßen nach dem Genuss von Zucker, Salzigem und Käse ist Argentum nitricum D 12 das Mittel der Wahl.

Blähungen, Sodbrennen und Verstopfung

Lycopodium clavatum D 12 eignet sich bei Verdauungsstörungen nach zu kohlehydratreicher Kost (vor allem Schokolade und andere Süßigkeiten), Darmgeräusche und Blähungen sowie Sodbrennen und erfolgloser Stuhldrang.

Komplexmittel bei akuten Magen-Darm-Beschwerden

Wer nicht sicher ist, welches dieser Einzelmittel für ihn das Richtige ist, kann zu homöopathischen Komplexmitteln greifen, wie zum Beispiel Gastricumeel®-Tabletten bei Magenschmerzen, Sodbrennen, Aufstoßen und Blähungen, Hepeel®-Tabletten helfen der Leber bei ihrer Entgiftungs- und Stoffwechselfunktion, sowie Nux vomica-Homaccord®-Tropfen bei Funktionsstörungen im Magen-Darm-Leber-Bereich (Durchfall, Übelkeit, Erbrechen), aufgeblähtem Bauch und Beschwerden nach Nikotin-, Alkohol- und Kaffeegenuss. Vomitusheel®-Tropfen enthalten wirksame Mittel gegen Erbrechen und Brechreiz verschiedenster Ursachen. Spascupreel®-Tabletten und -Zäpfchen lindern krampfartige Beschwerden im Magen-Darm-Trakt und den ableitenden Harnwegen.

Weitere Infos zu den Arzneimitteln bei Verdauungsbeschwerden unter www.homoeopathiehilft.at

Mag. pharm. Sabine Lexer

Mag. pharm. Sabine Lexer, Obfrau des Vereins Initiative „Homöopathie hilft!“, leitet die St. Anna Apotheke in Wien Meidling. Sie ist Spezialistin zum Thema Bachblütentherapie und Homöopathie und organisiert laufend Vorträge zu interessanten Gesundheitsthemen.

Fotocredits: Reizend auf dem WC ©gesunderdarm.at

 

 

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