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Homöopathie: Sicher in Österreich

Mutter mit Baby (public domain/pixabay.com)

Nach diversen Medienberichten, die sich am Donnerstag überschlagen haben, sollen in den USA Kinder nach Einnahme von homöopathischen Zahnmitteln mit dem Wirkstoff Belladonna (Schwarze Tollkirsche) Schaden davongetragen haben, einige gar gestorben sein.

In Österreich passieren die Kontrollmechanismen in der Herstellung von Homöopathika unter strengen Bedingungen. "Erstens sind die betroffenen US-Präparate in Österreich nicht auf dem Markt, zweitens gibt es bei uns ganz andere Kontrollmechanismen", heißt es beim Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG), nach einer Recherche des KURIER.

BASG: "Die Produkte waren nicht zugelassen"

Im Artikel der Online-Ausgabe des KURIER heißt es weiter: "In Österreich sind für die Indikation 'Zahnungsbeschwerden bei Kindern' Präparate von drei Firmen aus Österreich und Deutschland als Arzneimittel zugelassen. Es sind Kombinationspräparate ('Komplexmittel') mit dem Wirkstoff der Tollkirsche und anderen Wirkstoffen." "Die Herstellungsqualität eines Homöopathikums ist in Österreich genauso groß wie von jedem anderen zugelassenen Arzneimittel", betont Christoph Baumgärtl vom BASG. "Es gibt Kontrollen des Herstellungsprozesses und der Qualität insgesamt." Überprüft werde auch, ob die angegebenen Verdünnungen eingehalten werden. In den USA ist das anders: "Die homöopathischen Zahn-Produkte wurden von der FDA nicht überprüft oder zugelassen", heißt es in einer Aussendung der Arzneimittelbehörde."

Gute Herstellungspraxis in Österreich

"Es geht bei diesem Vorfall nicht um die Homöopathie. Es geht um good manufacturing practice (GMP), das bedeutet: jede Arznei, die hergestellt wird, egal ob homöopathisch oder nicht, muss unter standardisierten Bedingungen produziert werden", sagt Martin Peithner, Geschäftsführer von Dr. Peithner KG, Marktführer für Homöopathie in Österreich.

In Österreich dürfen generell nur vom BASG registrierte oder zugelassene Arzneimittel vertrieben werden, die Abgabe hat bis auf wenige Ausnahme über die Apotheken zu erfolgen, das Sicherheitsniveau für Arzneimittel ist in Österreich somit sehr hoch.

ÖGHM versichert: Keine Beschwerden durch Homöopathie in Österreich

Für Homöopathika gilt in Österreich zudem: Nur ausgebildete Ärzte können das Diplom für Homöopathie erlangen. Dr. Erfried Pichler, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Homöopathische Medizin (ÖGHM): "Nach dem Prinzip, Ähnliches mit Ähnlichem zu behandeln, kann es bei Überdosierung oder bei regelmäßiger Einnahme (Arzneimittelprüfung) zu jenen Symptomen kommen, die die Einnahme der Ursubstanz des Mittels hervorrufen würden. In Österreich sind die Präparate soweit verdünnt, dass deren Einnahme nicht zu Beschwerden - schon gar nicht zu Todesfällen - führen kann. Generell wirkt die Homöopathie, in dem sie die Selbstheilungskraft stärkt. Der spezifische Reiz der homöopathischen Arznei regt viele verschiedene physiologische Funktionen im Körper zur Selbstheilung an."

Weitere Infos: http://www.homoeopathie.at


Fotohinweis: Mutter mit Baby (public domain/pixabay.com)

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