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Neue Initiative „Homöopathie hilft!“

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Homöopathie: Österreichs beliebteste komplementärmedizinische Heilmethode


Weltweit werden seit 200 Jahren hunderttausende Patienten von tausenden Ärzten mit homöopathischen Heilmitteln erfolgreich behandelt. Auch in Österreich erfreut sich diese komplementärmedizinische Methode großer Beliebtheit, wie eine aktuelle Umfrage bestätigt. Da die Kosten für homöopathische Arzneien relativ gering sind, kann ihre Anwendung auch wesentlich dazu beitragen, das Gesundheitssystem finanziell zu entlasten. Die neue Initiative „Homöopathie hilft!“ soll dazu beitragen, diese medizinische Methode stärker zu etablieren.

Die Homöopathie ist in Österreich die bei weitem bekannteste und beliebteste komplementärmedizinische Heilmethode. Im Jahr 2011 hat bereits die Hälfte der österreichischen Bevölkerung mindestens ein homöopathisches Mittel verwendet. 43 Prozent der österreichischen Bevölkerung nehmen homöopathische Arzneimittel lieber als herkömmliche Medikamente. Dies geht aus einer aktuellen Studie hervor, die im Jänner 2012 von GfK Austria Health Care und der Dr. Peithner KG bei 2.000 ÖsterreicherInnen ab 15 Jahren durchgeführt wurde.

Gut wirksam, weniger Nebenwirkungen

88 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass homöopathische Mittel weniger Nebenwirkungen haben als herkömmliche Arzneien. Für 81 Prozent ist wichtig, dass es sich um reine Naturheilmittel handelt. 72 Prozent halten Homöopathika für gut wirksam. 63 Prozent der Befragten setzen viel Vertrauen in diese Heilmethode.
„Besonders beliebt ist Homöopathie bei Frauen, vor allem in der Altersgruppe zwischen 30 und 39 Jahren, sowie bei Familien mit Klein- und Schulkindern“, erklärt Mag. Silvia Bauernhofer, GfK. Die häufigsten Beschwerden und Krankheiten, bei denen Homöopathika zur Anwendung kamen, waren leichte Erkältungen und grippale Infekte, Husten und Schnupfen.

Ärztliche Komplementärmedizin

Homöopathie ist eine komplementärmedizinische Heilmethode mit 200-jähriger Tradition, die weltweit erfolgreich angewandt wird. In Indien oder auch in einigen lateinamerikanischen Ländern ist sie Teil des staatlichen Gesundheitssystems. Homöopathische Mittel geben dem Körper die Information und damit den Anstoß, aus eigener Kraft mit einer Krankheit fertig zu werden oder – präventiv eingesetzt – erst gar nicht zu erkranken.
„In Österreich ist eine qualitätsvolle Anwendung durch erfahrene Schulmediziner mit einer qualifizierten Homöopathieausbildung sichergestellt“, betont Dr. Klaus Connert, Arzt für Allgemeinmedizin, Institut für Integrative Medizin, Referent für Komplementäre Medizin in der Österreichischen Ärztekammer. Die Ärzte erstellen zuerst eine Diagnose und entscheiden dann, welche Therapieform notwendig, erfolgversprechend und nebenwirkungsarm ist. Sie führen auch eine Erfolgskontrolle der jeweiligen Behandlung durch. „Homöopathie ist vor diesem Hintergrund nicht als Alternative, sondern als eine ärztliche Therapiemethode unter mehreren Möglichkeiten zu sehen. Im Vordergrund stehen der individuelle Patient und dessen aktueller Zustand“, so Dr. Connert.

Hohes Kosteneinsparungspotenzial

Im Zuge der zunehmenden Unfinanzierbarkeit unseres Gesundheitssystems kommt dem gesundheitsökonomischen Potenzial von komplementärmedizinischen Therapiestrategien eine wachsende Bedeutung zu. „Mehrere Studien belegen bereits, dass speziell durch Homöopathie die Gesamtbehandlungskosten deutlich reduziert werden können“, berichtet Dr. Gerhard Hubmann, Arzt für Allgemeinmedizin und Vizepräsident der Wiener internationalen Akademie für Ganzheitsmedizin (GAMED). So zeigt eine große aktuelle Untersuchung*, die von einem niederländischen Versicherungsunternehmen bei 150.000 Versicherten durchgeführt wurde, dass homöopathisch betreute PatientInnen um bis zu 25 Prozent weniger kosteten als konventionell behandelte PatientInnen. Besonders ausgeprägt war die Kostenersparnis für Medikamente (bis 33 %) und Krankenhausaufenthalte (bis 38 %).
„Angesichts der wachsenden Finanzprobleme in unserem Gesundheitssystem sind vor allem die sozialen und privaten Krankenversicherer zunehmend daran interessiert, das Kosteneinsparungspotenzial durch komplementärmedizinische Therapiemethoden auszuloten“, so Dr. Hubmann. Im Juli 2011 wurde unter Federführung der Wiener internationalen Akademie für Ganzheitsmedizin (GAMED) in Wien das Zentrum für Integrative Medizin gegründet, dessen Aufgabe unter anderem die Prüfung von Effizienz und kostenökonomischem Potenzial komplementärmedizinischer Methoden ist. Hubmann: „Dieses Pilotprojekt wird über fünf Jahre finanziell von der Wiener Gebietskrankenkasse unterstützt.“

Neue Initiative „Homöopathie hilft!“

Um die Homöopathie als komplementärmedizinische Behandlungsmethode zu etablieren sowie die Kooperation zwischen Schulmedizin und Homöopathie zu fördern, hat der Verein zur Förderung der Homöopathie und Gesundheit (VHG) nun die Initiative „Homöopathie hilft!“ gegründet.
„Sie soll interessierten Personen ausführlich über die Einsatzmöglichkeiten der homöopathischen Medizin informieren und Interessierten ein seriöses Forum zum Erfahrungsaustausch bieten“, betont Claudia Maurer, Obfrau VHG. Das umfangreiche Serviceangebot richtet sich an Laien, ApothekerInnen und ÄrztInnen. Herzstück der Initiative ist die Internetplattform www.homoeopathiehilft.at, die sowohl über die Grundgedanken der Homöopathie als auch über die wichtigsten Anwendungsgebiete informiert. Dem Fachbeirat gehören MedizinerInnen unterschiedlicher Fachbereiche sowie ApothekerInnen an. Namhafte Organisationen haben bereits ihre Unterstützung zugesagt. So werden die Österreichische Apothekerkammer, die Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin (ÖGHM), das komplementärmedizinische Referat der Österreichischen Ärztekammer, die Ärztegesellschaft für Homotoxikologie, das Österreichische Hebammengremium und die Österreichische Gesellschaft für Veterinärmedizinische Homöopathie (ÖGVH) in der Initiative vertreten sein.

*) Kooreman P, Baars EW: Patients whose GP knows complementary medicine tend to have lower costs and live longer. Eur J Health Econ DOI 10.1007/s10198-011-0330-2. www.springerlink.com/content/j045w2v427006670/

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Presseinformation Wien, 17. April 2012

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