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Veterinärmedizin

Tierischer Jahreswechsel

von Dipl. TA Mag. Stefan Lorenz

Hund und Katze (© Fotolia.de/Ulf)



Die meisten Haustiere verfügen über einen sehr empfindlichen Gehörsinn, der darauf abgestimmt ist feinste Geräusche wahrzunehmen. Daher ist die Knallerei, die wir Menschen Jahr für Jahr zum Jahreswechsel veranstalten, für viele Wild- und Haustiere eine entsetzliche Erfahrung.

Unsere Haustiere reagieren allerdings sehr unterschiedlich auf Feuerwerk und Knallfrösche. Was den einen kalt lässt, macht dem anderen Angst. Sie reagieren mit Panik und Flucht. Die Ursache-Wirkungskette gleicht einem Teufelskreis: Es knallt, der Hund wird nervös, er fängt an zu winseln, will sich verkriechen, die Tierhalter reagieren besorgt. Der Hund merkt, dass etwas mit Herrchen oder Frauchen nicht in Ordnung ist, verknüpft das automatisch mit der Knallerei und regt sich noch mehr auf, was den Menschen wiederum nervös und besorgt macht. So schaukelt sich die Situation oft auf. Ein Jahr später erwartet der Tierbesitzer schon angespannt die angstvolle Reaktion seines Hundes und ist bei den ersten Krachern selbst innerlich sehr aufgeregt, was den Hund wiederum darin bestärkt, dass das Krachen eine ganz schreckliche Bedrohung sein muss.

Cool bleiben

Daher ist oberstes Gebot (wie immer bei ängstlichen Hunden): Cool bleiben und dem Hund signalisieren, dass alles in Ordnung ist. Wer seinen Hund streichelt, um ihn zu beruhigen, verstärkt das Verhalten unwissentlich. Vorteilhaft: Ruhige Orte aufsuchen, die erfahrungsgemäß von Knallerei verschont bleiben, oder das Tier in ein Zimmer bringen, das keine Fenster hat. Das Spielen von angenehmer, lauter Musik ist auch ein Mittel, das ein wenig helfen kann.

Bewährte Homöopathie

Üblicherweise werden von den Tierärzten Beruhigungsmittel wie Valium (Diazepam, Lorazepam) oder Azepromazin verabreicht. Dazu ist anzumerken, dass die Wirkung von Valium relativ kurz ist und bei jungen Hunden paradoxe Reaktionen hervorruft. Ferner, dass Azepromazin stark kreislaufdepressiv wirkt, so dass man bei Herzpatienten davon Abstand nehmen sollte.

Als homöopathische Prophylaxe hat sich Folgendes bewährt:
  • ab dem 24.Dezember dreimal täglich Natrium tetraboracicum (andere Namen: Acidum boracicum bzw. Borax D4)
  • am Morgen des 31.Dezembers sowie um etwa 18:00 Phosphorus C200
  • bei Unruhe und Neigung zu Panik Datura stramonium C200 einmalige Gabe
  • bei Flucht, Verstecken und Verkriechen Hyoscyamus C200 einmalige Gabe


Wenn sich das Tier beruhigt, kann der Tierhalter versuchen, dem Tier die Raketen und die eigene Freude am Feuerwerk zu zeigen, allerdings ohne es zu überfordern.

Nicht allen Tieren kann damit geholfen werden, aber es sprechen doch sehr viele darauf an. In diesem Sinne darf ich allen Tierhaltern und Vierbeinern einen guten Rutsch in das neue Jahr wünschen.

Dipl. TA Mag. Stefan Lorenz

Mag. vet. Med. Stefan Lorenz führt eine Praxis für ganzheitliche Tiermedizin in Mistelbach. Er unterstützt den Verein zur Förderung der Homöopathie und Gesundheit regelmäßig als Vortragender bei Laienveranstaltungen und Autor für die monatlich erscheinende Vereinszeitschrift „Bulletin“.

 

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