Newsletter
RSS FACEBOOK Twitter Weiterempfehlen

Klassische Homöopathie

Fieberblasen – ein lästiges Leiden

von Dr. Michaela Zorzi

Fieberblase ©Metju12


Spannungsgefühl, Kribbeln und Juckreiz auf den Lippen? Zuerst nur eine leise Ahnung, ein, zwei Tage später, die Sicherheit: Die Fieberblasen zeigen sich in Form von kleinen, nässenden Bläschen, welche die betroffene Hautstelle empfindlich und schmerzhaft machen. Und zwar immer dann, wenn man sie am wenigsten braucht. Etwa neun von zehn Personen haben das Virus Herpex simplex labialis im Blut, etwa ein Drittel davon wird mehr oder weniger regelmäßig von Fieberblasen geplagt.

Auslöser für Fieberblasen können bestimmte Reize wie fieberhafte Erkrankungen, intensive Sonnenbestrahlung, zahnärztliche Eingriffe, Lebensmittelallergien oder psychischer Stress sein. So unangenehm Lippenherpes auch sein mag, in der Regel sind damit keine schwerwiegenden Komplikationen verbunden.

Auch hier hilft Homöopathie
Die Individualität in der homöopathischen Behandlung ist auch bei Fieberblasen wichtig.

Ist die Sonne der Auslöser der Fieberblasen, wie es oft im Sommer oder beim Schifahren der Fall ist, kommt Natrium chloratum zum Einsatz. Besonders dann, wenn der/die Betroffene eher schlank ist, zu Sonnenallergie neigt und vom Typ her verschlossen und nachtragend ist. Weitere Hinweise sind: Appetit auf salzige Nahrungsmittel und großer Durst.

Treten juckende Bläschen nach Durchnässung und während eines Infektes auf, besteht  Zugluftempfindlichkeit und ein Bedürfnis nach Wärme, hat die Stunde von Toxicodendron quercifolium (Rhus toxicodendron) geschlagen. 

Sepia officinalis heißt das Mittel der Wahl, wenn die/der Patient/in ein Verlangen nach Unabhängigkeit zeigt, auf Ungerechtigkeit empfindlich reagiert und körperlichen Abstand fordert. Weitere Hinweise: Verlangen nach ausdauernder Bewegung, nach Wärme, nach Saurem, nach Schokolade und Fisch.

Reagiert die Haut mit heftigem Juckreiz, mit Brennen wie Feuer und nässenden Ausschlägen mit anschließender Krustenbildung, ist Daphne Mezereum das richtige Mittel. Auch, wenn es im Verlauf des Ausschlages zu unangenehmen Nervenschmerzen kommt – also das typische Bild einer Gürtelrose gezeigt wird. Hier bewährt sich Daphne Mezereum hervorragend, aber auch in späten Stadien von Feuchtblattern (Windpocken), wenn die Krustenbildung mit Schmerzen verbunden ist.

Bei chronisch wiederkehrenden Fieberblasen sollte ein homöopathisch tätiger Arzt/eine homöopathisch tätige Ärztin aufgesucht werden, denn hier sollte eine ausführliche Anamnese gemacht werden, die die Wahl einer für den Patienten maßgeschneiderten und auf seine Persönlichkeit abgestimmte Arznei möglich macht.

Als Präventivmaßnahme gilt es, das Immunsystem zu stärken. Ernähren Sie sich ausgewogen, treiben Sie Sport und schlafen Sie genug. Wenn Sie von der Sonne Fieberblasen bekommen, sollten Sie die Lippen mit einem Sunblocker schützen.

Dr. Michaela Zorzi
Dr. Michaela Zorzi eröffnete 1994 ihre Praxis für Allgemeinmedizin im 13. Bezirk. Seit 1996 leitet sie die homöopathische (Lehr-) Ambulanz an der geburtshilflich-gynäkologischen Abteilung des Krankenhauses Hietzing.
Weiters ist Dr. Zorzi seit dem Jahr 2000 Lehrbeauftragte der Österreichischen Gesellschaft für Homöopathische Medizin (ÖGHM). Seit 2007 ist sie auch als Lektorin für Homöopathie in der Geburtshilfe und Gynäkologie an der Medizinischen Universität Wien tätig.
Zu den Schwerpunkten von Frau Dr. Zorzi zählen die Themen Kinderwunsch, Schwangeren- und Kinderbetreuung, Frauen im Klimakterium und die Begleitung von Karzinompatientinnen.

Fotocredit: Fieberblase ©Metju12

 

Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen? Sie möchten unseren Newsletter regelmäßig erhalten?
Dann am besten gleich hier für unseren nächsten Newsletter anmelden (4x/Jahr)

 

Zurück zur Übersicht

Suche

Ärztinnen & Ärzte Hebammen Bewährte Indikationen Arzneimittel
Sponsoren & Unterstützer Sponsoren & Unterstützer Sponsoren & Unterstützer Sponsoren & Unterstützer Sponsoren & Unterstützer Sponsoren & Unterstützer