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Aus der Apotheke

Winterblues

von Mag. pharm. Sabine Lexer

Winterblues ©Fred Fokkelman


Wenn’s draußen kalt, feucht und ungemütlich wirkt, sinkt oft die Stimmung in den Keller. Schlechte Laune ist jedoch kein unabdingbares Schicksal. Die homöopathische Medizin bietet diverse Arzneien, um den Winter ohne Blues zu überstehen.

Mehr als 200.000 ÖsterreicherInnen leiden an einer regelmäßig in der dunkleren Jahreszeit wiederkehrenden Herbst-Winter-Depression. Das ist das Ergebnis einer epidemiologischen Studie an der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der MedUni Wien. Die Ursachen dieser Regelmäßigkeit sind bisher ungenügend erforscht. Immer mehr bestätigt sich der Verdacht, dass die Herbst-Winter-Depression aufgrund von Lichtmangel entsteht.

Sandmännchen macht Überstunden
Lichtmangel hat Auswirkungen auf unser Hormonsystem: Nämlich Melatonin-Überschuss und Kortisol-Mangel. Melatonin ist das Schlafhormon. Sobald der Körper über den Sehnerv und die Zirbeldrüse das Signal für Dunkelheit erhält, beginnt er, Melatonin zu produzieren. Effekt: Der Mensch wird müde und fällt normalerweise alsbald in einen wohligen, entspannenden Schlummer. Bricht das Tageslicht an, wird die Melatonin-Ausschüttung gedrosselt und Kortisol vermehrt ausgeschüttet: Der Mensch erwacht langsam. Steht zu wenig Tageslicht zur Verfügung, läuft die Produktion des Sandmännchenstoffs auf Hochtouren. Antriebsschwäche, Gleichgültigkeit und das „Null-Bock-Syndrom“ sind noch die harmlosesten Folgen. Selbstzweifel, Grübeln über den Sinn des Lebens, innerer Rückzug, Verlust des Interesses an Partnerschaft, Liebe, Sex und Familie können weit schlimmere Konsequenzen mit sich bringen. Daher ist es umso wichtiger, die Symptome gleich im Ansatz zu bekämpfen. Hier kann die Homöopathie wertvolle Dienste leisten.

Homöopathische Einzelmittel
Bei Erschöpfungsgefühlen und Überempfindlichkeit hilft das Heilmittel Anamirta cocculus. Typische Symptome sind körperliche Schwäche und Erschöpfung, Müdigkeit, gleichzeitig aber auch Schlaflosigkeit. Der Betroffene ist grüblerisch und tieftraurig. Ursache ist oft Schlafmangel durch eine nervlich belastende Situation. Ebenfalls wirksam gegen Erschöpfung und allgemeine Müdigkeit mit einem Gefühl „wie ausgebrannt“ ist Acidum phosphoricum. Zincum isovalerianum hingegen wird bei Müdigkeitserscheinungen am Tage und Schlaflosigkeit in der Nacht aufgrund Nervosität und ständiger Gedanken an berufliche oder sonstige Aufgaben empfohlen. Weitere Informationen zu diesen homöopathischen Einzelmitteln finden Sie auch in unserer Arzneimittel-Datenbank auf www.homoeopathiehilft.at.

Homöopathische Komplexmittel
Bei Stimmungsschwankungen, einer Neigung zum Weinen oder sehr leichter beziehungsweise plötzlicher Erregbarkeit kommen häufig Ignatia-Homaccord-Tropfen zu Anwendung. Nervoheel-Tabletten hingegen helfen bei Erschöpfungszuständen mit nervösen Beschwerden. Sollte das Gefühl, keine Zeit mehr für Erholungsphasen und Pausen zu haben immer häufiger bei Ihnen auftauchen ist dies das Mittel der Wahl. Bei lang anhaltendem Stress, dessen Folgen oftmals Schlaflosigkeit, Verdauungsprobleme und Schweißausbrüche sind, hilft Ypsiloheel. Dieses homöopathische Komplexmittel lindert Störungen des vegetativen Gleichgewichts, wie zum Beispiel allgemeine Befindlichkeitsstörungen oder nervöse Schluckbeschwerden.

Mag. pharm. Sabine Lexer

Mag. pharm. Sabine Lexer leitet die Sonnenhof Apotheke in Wien-Margareten. Sie ist Spezialistin zum Thema Bachblütentherapie und Homöopathie.


Fotocredit: © Fred Fokkelman

 

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