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Achtung bei Globuli mit Xylit – bitte keinesfalls für Hunde!

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Üblicherweise werden Globuli aus Saccharose hergestellt, die keine Gefahr für Tiere darstellt. Im Sommer gab es in den sozialen Medien ziemliche Aufregung um Xylit in Globuli, da Xylit für Hunde giftig ist. Es gab zahlreiche Anfragen bei den Tierärzt:innen der ÖGVH – Österreichische Gesellschaft für veterinärmedizinische Homöopathie, weshalb wir auch an dieser Stelle darüber informieren wollen.

Birkenzucker (Xylit; E967) ist ein Zuckeralkohol, der natürlich in der Birkenrinde (daher der Name), aber auch in verschiedenen Obst- und Gemüsesorten (Erdbeeren, Kohl …) vorkommt. Für Menschen ist er ungefährlich und liefert ca. 40 Prozent weniger Kalorien als Haushaltszucker. Daher ist Xylit in den letzten Jahren als Zuckeralternative sehr beliebt geworden. Er wird daher in Kaugummi, Babynahrung, Getränken, Zahnpasten, Diätnahrung, Süßspeisen, aber auch in einzelnen seltenen Fällen als Trägerstoff für Globuli eingesetzt.

WICHTIG: Für Hunde (aber auch andere Tiere wie Frettchen, Kaninchen und Ziegen) ist Xylit schon in sehr geringen Mengen (0,1 g pro kg Körpergewicht) gesundheitsschädigend und kann sogar tödlich sein!!!

Anders als beim Menschen führt Xylit bei Hunden zu einer massiven Insulinausschüttung, die bereits nach kurzer Zeit (ca. 15-30 min) zu einer starken Unterzuckerung führt. Daher ist möglichst schnelle Behandlung durch einen Tierarzt lebensnotwendig!

Für Hunde (aber auch andere Tiere wie Frettchen, Kaninchen und Ziegen) ist Xylit schon in sehr geringen Mengen (0,1 g pro kg Körpergewicht) gesundheitsschädigend und kann sogar tödlich sein!!!
Dr. Désirée Prokop, Kleintierärztin mit Zusatzausbildung in Homöopathie

Xylit als Zuckeralternative – bitte achten Sie auf ihre Tiere

Dr. Désirée Prokop, Kleintierärztin mit Zusatzausbildung in Homöopathie, schildert: „Schon nach kleinsten Mengen Xylit kommt es zu Blutzuckerabfall, der Hund wird schwach und apathisch. Es kann zu Durchfall, Erbrechen, Krämpfen, einer Erhöhung der Leberwerte und auch zum Tod kommen. Leider sehen wir solche Fälle in den letzten Jahren immer häufiger in unserer Praxis, da in immer mehr Produkten auf diesen Zuckerersatz zurückgegriffen wird. Wichtig ist es daher, die Tierbesitzer gut aufzuklären!“

Häufigste Ursache für Vergiftung mit Xylit sind Nahrungsmittel, die vom Hund aufgenommen werden. Wenn man selbst Birkenzucker verwendet, sollte dieser immer unbedingt unerreichbar für Vierbeiner aufbewahrt werden. Denken Sie bitte auch an die Möglichkeit, dass z.B. auch Kinder manchmal gerne mit ihren Lieblingen Kuchen (o.ä.) teilen bzw. an Hunde, die „wie ein lebender Staubsauger“ alles aufnehmen, was sie so am Boden (auch in Lokalen) finden können!

Putzen Sie die Zähne ihres Hundes nur mit dafür vorgesehener Hundezahnpasta, nie mit einer für den Menschen! 

Achten Sie auch bei Medikamenten (wie Globuli) darauf, dass diese kein Xylit enthalten!

Xylit muss vom Hersteller gekennzeichnet werden

Xylit als Trägerstoff für Globuli ist zwar die Ausnahme. Laut Kennzeichnungsverordnung müssen jegliche Inhaltsstoffe, somit auch Hilfsstoffe wie Xylit, von den Herstellern auf der äußeren Kennzeichnung aufgeführt werden. Dr. Prokop dazu: „Achten Sie also genau auf die Trägersubstanz der Globuli, die Sie Ihren Tieren verabreichen und wenden Sie sich bei Fragen an Ihren (homöopathisch arbeitenden) Tierarzt. Auch wenn die enthaltene Menge an Xylit pro Globulus sehr gering ist, kann eine häufige Gabe vor allem bei sehr kleinen Hunden zu oben genannten Symptomen führen!“

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