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Neuropathie verstehen und wie Homöopathie helfen kann

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Nervenfasern funktionieren ähnlich wie elektrische Kabel, indem sie Informationen als Reize ans Gehirn senden. Diese können angenehm sein oder als Warnsignal dienen, können aber auch unangenehme Empfindungen wie Schmerzen beinhalten. Bei einem neuropathischen Schmerz liegt die Störung direkt im Nerv selbst, der dann Schmerzen verursacht.

Neuropathie kennzeichnet sich als schmerzhafter, fortschreitender Zustand des Nervensystems. Neuropathische Schmerzen unterscheiden sich von anderen Schmerzen, da sie oft als Kribbeln, Brennen oder blitzartige Schmerzen empfunden werden, die sich wie Stromschläge oder Missempfindungen wie Ameisenlaufen anfühlen. Diese übersteigerten Empfindungen werden als Positivsymptomatik bezeichnet. Selbst leichte Berührungen können dabei extreme Schmerzen verursachen. Zudem führen Störungen der Nervenfunktion auch zu Negativsymptomen, wie reduzierte Empfindlichkeit, fehlende Schmerzwahrnehmung oder ein Gefühl der Taubheit.
Chronische neuropathische Schmerzen sind nicht nur physisch schmerzhaft, sondern auch psychisch sehr belastend und beeinträchtigen die Lebensqualität erheblich. Fehlender Therapieerfolg kann zu einem Zyklus aus Hoffnungslosigkeit und Angst führen. Die emotionale Belastung kann die körperliche Schmerzempfindung verstärken und einen Teufelskreis auslösen, der auch das gesamte Umfeld der Betroffenen beeinträchtigt.

Neuropathie: Vielfältige Ursachen, breites Behandlungsspektrum

Neuropathien können schleichend beginnen und langsam fortschreiten. Über 200 Ursachen sind bekannt, und oft resultieren neuropathische Schmerzen aus Nervenkompressionen, wie bei chronischem Rückenschmerz, orthopädischen Erkrankungen wie Karpaltunnelsyndrom oder Bandscheibenvorfall. Auch nach einer Gürtelrose kann es in Form einer Post-Zoster-Neuralgie zu neuropathischen Schmerzen kommen.
Häufig werden auch Diabetes, Alkoholmissbrauch, Medikamente und Chemotherapie als Ursachen für Neuropathie genannt; andere Auslöser können Infektionen, Vergiftungen, Drogenkonsum oder Vitaminmangel sein. In etwa 20 Prozent der Fälle bleibt die Ursache jedoch unklar.
Ob die Ursprung bekannt oder nicht feststellbar ist, oftmals muss sich die Behandlung nahezu ausschließlich auf die Symptome konzentrieren. Die Behandlung ist oft schwierig. Herkömmliche Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure, Paracetamol oder Ibuprofen sind bei neuropathischen Schmerzen meist nicht wirksam. Stattdessen werden Medikamente wie Antidepressiva und Antiepileptika verwendet, die jedoch oft erhebliche Nebenwirkungen mit sich bringen können.

Homöopathische Behandlungsmöglichkeiten

Nicht nur daher wird eine interdisziplinäre Behandlung empfohlen, die konventionelle und komplementäre Medizin kombiniert, um Schmerzen effektiv zu reduzieren und eine Chronifizierung zu verhindern. Durch die Kombination verschiedener Therapieansätze können Patienten zudem lernen, individuell mit ihren Schmerzen umzugehen und ihre Lebensqualität signifikant zu verbessern.

Die Homöopathie bietet aufgrund der Symptomvielfalt eine große Auswahl an Arzneimitteln. Die Wahl des homöopathischen Arzneimittels basiert auf der spezifischen Schmerzqualität und -intensität, was eine sorgfältige Anamnese und Diagnose durch einen erfahrenen Homöopathen/Homöopathin erfordert. Die Behandlung kann langwierig sein, die Neuropathie zeigt sich oftmals lange Zeit „resistent” gegen jegliche Behandlungen. Aber meist zahlt es sich aus: In vielen Fällen konnte die Homöopathie den Betroffenen zumindest Erleichterung verschaffen und die schmerzhaften Symptome lindern.

Einige der möglichen homöopathischen Arzneimittel sind:

Aconitum napellus: Ist ein klassisches Schmerzmittel in der Homöopathie und hilft bei stechenden und brennenden Schmerzen.
Agaricus muscarius: kann bei Missempfindungen, Kribbeln und Taubheitsgefühlen für Linderung sorgen.
Spigelia anthelmia und Verbascum: Bei regelmäßig bzw. plötzlich auftretenden Nervenschmerzen.
Kalium phosphoricum, Magnesium phosphoricum und Zincum chloratum: Bekannt als die „biochemische Schmerztrias”, die das Nervensystem und die Muskulatur beruhigt.
Silicea und Graphites: Unterstützen das Bindegewebe und helfen bei der Ausscheidung von Schadstoffen, insbesondere bei diabetischer Polyneuropathie.
Arsenicum Album: Schafft vor allem bei scharfen, ziehenden und brennenden Schmerzen, die sich nachts verschlimmern, Erleichterung,
Colocynthis: bei Schmerzen, die besonders während Ruhephasen in die Beine schießen und mit Kribbeln und einem „Einschlafgefühl“ in den Füßen einher gehen.
Kalmia latifolia: Wenn sich die Schmerzen anfühlen, als ob die Füße verstaucht wären.
Gelsemium: Bei neuralgischen, rheumatischen Schmerzen in den Extremitäten.

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