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Volkskrankheit Rückenschmerzen – und wie Homöopathie helfen kann

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Rückenschmerzen sind in Österreich eine der häufigsten Gründe für Krankenstandstage. Sie können zu jeder Zeit, in jedem Lebensalter und in den verschiedensten Situationen. Zu den häufigsten Ursachen zählen Verspannungen oder schmerzhafter Hexenschuss. Bewährte homöopathische Arzneien können schmerzlindernd und entspannend wirken.

26 Prozent der österreichischen Bevölkerung hat laut Statistik Austria (Stand: 2022) in den letzten zwölf Monaten unter Rückenschmerzen gelitten, das sind 1,9 Millionen Betroffene. Der Grund sind Bewegungsmangel, Übergewicht und unsere „moderne“ sitzende Lebensweise, die zu schlechter Körperhaltung oder schwacher Rückenmuskulatur führt. Und dieser Weg führt dann fast unweigerlich zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen vom Nacken bis zur Lendenwirbelsäule. Einseitige Belastungen und Überlastungen z.B. beim Heben sind weitere Faktoren, die vor allem plötzlich auftretende Rückenschmerzen hervorrufen. Nicht zu vergessen ist auch die Psyche: Stress, seelische Belastungen, Angst oder Depressionen können sich in hartnäckigen Muskelverspannungen zeigen.

So hilft Homöopathie bei Rückenschmerzen

Bei jeglicher Art von Rückenschmerzen führt kein Weg an einem Ärztin/Arzt und/oder Therapeut:in vorbei, mit deren Hilfe den Ursachen der Rückenschmerzen auf den Grund gegangen werden muss. Das ist oftmals ein mühevoller und langer Weg, der sich aber immer bezahlt macht. Die Homöopathie bietet einige bewährte Akutmittel, die zumindest kurzzeitig, bis man fachliche Hilfe aufsuchen kann, eine Linderung bringen.

Verspannter Rücken

Zu den Hauptmittel für schmerzhafte Muskelverspannungen – entweder im Schulter-Nackenbereich oder den gesamten Rücken betreffend – zählt Nux vomica (Strychnos nux-vomica). Die Verspannungen treten vor allem in Zeiten von Stress auf: sei es durch emotionale Belastungen, durch zu viel Arbeit und keine Zeit für Erholung und Entspannung. Die Muskeln fühlen sich steif an, die Schmerzen werden als brennend, reißend und ziehend beschrieben. In der Nacht kann man sich im Bett vor Schmerzen kaum umdrehen, morgens wacht man wie gerädert auf. Angenehm werden wärmende Anwendungen wie warme, entspannende Wickel oder eine Wärmflasche am Rücken empfunden.

Sind die Verspannungen oder Rückenschmerzen eine Folge von Unterkühlung und Durchnässung, z.B. bei nasskaltem Wetter zu lange oder mit der falschen Kleidung im Freien aufgehalten oder beim Thermenbesuch zu lange in den nassen Badesachen geblieben, dann wird Dulcamara (Solanum dulcamara) das hilfreiche Mittel sein. Die Muskulatur ist hart und schmerzhaft, der Rücken fühlt sich wie zerschlagen an. Schlechter werden die Beschwerden bei nass-kaltem Wetter, eine Linderung bringen auch hier warme Anwendungen.

Wenn der Schmerz im Rücken plötzlich auftritt

Ein Hexenschuß oder Ischiasschmerzen treten plötzlich und heftig auf. Die Ursache ist hier eine Reizung von Nerven oder vom Ischiasnerv durch eine Verschiebung der Wirbel oder der Bandscheiben, meist im unteren Bereich der Wirbelsäule. Das kann durch Verheben (z.B. einen schweren Koffer heben), bestehenden Bandscheibenschäden oder Fehlstellung der Wirbelsäule, z.B. bei einem Beckenschiefstand, sein.  Der Schmerz schießt wie aus dem heiteren Himmel im Rücken ein und strahlt mitunter bis in die Beine aus, vor allem, wenn der Ischiasnerv betroffen ist. Schonhaltung, Bewegungseinschränkungen und eine verhärtete, angespannte Rückenmuskulatur sind weitere Symptome.

Ein sehr effektives homöopathisches Arzneimittel ist hier Toxicodendron quercifolium (früher: Rhus toxicodenron). Dieses ist nicht nur bei Schmerzen oder Verletzungen der Gelenke, Bänder oder Muskeln (auch durch Überanstrengung), sondern auch bei Hexenschuss und Ischiasschmerz, der mit großer motorischer Unruhe (man möchte sich ständig bewegen, dehnen, strecken oder herumgehen) und einem Gefühl der Steifigkeit im Rücken sehr hilfreich. Die Symptome sind meist links stärker und werden nachts und bei feucht-nasser Kälte schlimmer. Bewegung, Wärme (heiße Badewanne) verbessern die Schmerzen.

Bei diesem Beschwerdebild – heftige reißende und ziehende Schmerzen, jede kleinste Bewegung verstärkt die Schmerzen und wird vermieden, die Rückenmuskel fühlen sich dabei hart und steif an – kann man sofort an das Arzneimittelbild von Bryonia alba denken. Betroffene wollen in Ruhe gelassen werden, eine gewisse Linderung bringt Druck auf den Rücken wie das Liegen auf einer harten Unterlage.

Strahlen die schneidenden und stechenden Nervenschmerzen vom Rücken her über das Gesäß und das Bein bis in die Fußzehen aus, kommt die Arznei Gnaphalium (früher: Gnaphalium polycephalum) zur Anwendung. Zusätzlich können ein Taubheitsgefühl und Ameisenlaufen im Bein auftreten, es fühlt sich an wie eingeschlafen, es kommt zu diesem typischen „Verkürzungsgefühl“ Schmerzhafte Muskelkrämpfe sind ebenfalls ein erwähntes Begleitsymptom bei dieser Arznei. Eine Linderung der Schmerzen bringt das Sitzen und Anbeugen (Hochziehen) des Beines. Bewegung, aber auch das Stehen oder Liegen verschlechtern die Beschwerden.

So werden die homöopathischen Arzneimittel eingenommen

Die vorgestellten Arzneien werden im Akutfall in der C 30 Potenz verabreicht, fünf Globuli in 1/8 l Wasser auflösen und davon viertelstündlich ein Schluck nehmen. Beim richtigen Mittel sollten sich nach spätestens vier Einnahmen die Beschwerden bessern. Dann die Abstände zwischen den Gaben verlängern. Bis zum Abklingen der Beschwerden ein- bis dreimal täglich fünf Globuli einnehmen.

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